Dieses Jahr war eines der spannendsten Experimente für mich Kichererbsen mit gesteigerter Produktivität anzubauen. Im vergangenen Jahr konnte ich grade so viel ernten, dass ich das Saatgut für dieses Jahr zusammen hatte.
Also wollte ich dieses Jahr mehr herausholen und hatte mir überlegt die Kichererbsen auf kleine Hügel zu legen. Dadurch sollte sich die Erde besser erwärmen und Staunässe in unserem lehmigen Boden vermieden werden, so sollten die Anbaubedingungen optimiert werden.
Gelegt wurden die Kichererbsen um die Eisheiligen herum und keimten tatsächlich kurze Zeit später (ca. 10 Tage) recht solide. Wie bei allen anderen Leguminosen (Fabaceae, Hülsenfrüchtlern) auch, wurden sie von Schnecken und / oder Vögeln etwas in Mitleidenschaft gezogen. Anfang Juni habe ich die Löcher deshalb mit neuen Kichererbsen aufgefüllt.
Die Blätter der Kichererbsen sehen hübsch gefiedert aus und wirken zunächst recht fragil. In einigen Ländern werden sie sogar gegessen. Allerdings kann man dann natürlich keine große Erbsenernte erwarten.
Bald nachdem die Pflanze angewachsen ist, bilden sich erste Blüten. Diese sehen im Grunde aus wie die von anderen Erbsensorten. Es werden Hülsen angesetzt, die zwischen einem und drei Samen enthalten. Der Ertrag pro Pflanze ist also generell nicht sehr hoch.
Zur Ernte der frischen Hülsen, werden einfach die grünen Hülsen von der Pflanze gepflückt. Für die getrockneten Samen, erntet man die ganzen Pflanzen sobald sie welk aussehen. Dann kann man sie z.B. im Gewächshaus nachtrocknen lassen bis die Hülsen von alleine aufplatzen. Nachdem man die Pflanzen dann noch gedroschen hat und die Pflanzenreste ausgesiebt hat, kann man die getrockneten Samen kühl und trocken lagern bis zur weiteren Verwendung.
Was so schön begann, wurde allerdings noch zu einer kleinen Enttäuschung bei der Ernte. Dieses Jahr hatten wir während der Haupterntesaison kein großes Glück mit dem Wetter. Es war sehr regnerisch, was unseren schönen und voll mit Schoten beladenen Pflanzen sehr zugesetzt hat. Als es endlich trocken genug war um die Schoten zu ernten, waren viele schon von weißem Schimmel überzogen. Außerdem habe ich kleine orange Insekten auf den Kichererbsen entdeckt, die sicher kein Zeichen für besondere Gesundheit sind.
Die Überreste der Ernte habe ich deshalb kurzerhand entsorgt und werde für nächstes Jahr wohl noch übriggebliebenes Saatgut benutzen müssen. Insgesamt sahen die Pflanzen aber gut und gesund aus. Es hat nur in den letzten Wochen die Sonne gefehlt. Für mich bleibt die Idee, Kichererbsen auf Hügeln anzubauen, also weiterhin erfolgsversprechend.
Die Mischkultur mit den Kiwanos war ebenfalls eine gute Idee, dieses Jahr hatten wir aber leider auch an dieser Front wenig Glück. Wir haben ganze 6 Früchte an zwei Pflanzen geerntet. Letztes Jahr war es eine ganze Schubkarre voll. Da wir die Kiwanos mehr aus Spaß anbauen, ist das nicht weiter schlimm. Zum Verschenken sind sie allerdings klasse und das hätte ich auch gerne getan. Vielleicht wird es nächstes Jahr besser.
Außerdem ist mir dieses Jahr aufgefallen, dass die Kiwanos nicht so gerne geklettert sind wie letztes Jahr. Entweder sie fühlen sich am Boden einfach wohler oder das Wetter hat ihnen dieses Jahr einfach zu sehr zugesetzt.
Zusätzlich hatte ich noch eine Reihe Kidneybohnen und eine Reihe Sojabohnen gelegt. Die Sojabohnen wurden größtenteils weggefuttert, aber die Kidneybohnen haben eine gute Ernte eingebracht. Ihnen scheint es dieses Jahr am besten gegangen zu sein. Trotzdem werde ich nächstes Jahr die Kulturen etwas stärker trennen bzw. weiter auseinander pflanzen um einen besseren Zugang zu haben. Hinter dem Rankgitter zwischen den Bohnen zu balancieren hat mich wenig begeistert.
Interessante und nützliche Erfahrungen aus meinem kleinen Biogemüsegarten
Donnerstag, 14. Dezember 2017
Montag, 11. Dezember 2017
Essig selbst herstellen
Ich liebe es mit allem herumzuexperimentieren, was mir sinnvoll erscheint. Besonders für das Einmachen von Gemüse müssen wir immer wieder Essig kaufen. Das ist ein bisschen nervig, aber nicht wirklich teuer. Trotzdem kam mir dabei der Gedanke, ob sich dieser Prozess nicht noch anpassen ließe.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen aromatisierten und fermentierten Essigen. Man kann also einerseits fertigem Essig, Kräuter oder Früchte hinzufügen um den Geschmack zu verändern, oder durch Essigbakterien aus alkoholhaltigen Flüssigkeiten einen Essig herstellen (Gärungsessig). Ersteres ist sicher bekannter und vor allem etwas schneller als die Fermentation.
Da wir wirklich viele Trauben von guten Bekannten bekommen hatten, wollte ich unbedingt herausfinden, ob man Essig selbst herstellen kann. Die Antwort lautet "Ja, kann man".
Im Internet hatte ich dazu einige Beiträge gefunden, wie Essig angeblich geling sicher produziert werden könne. Die Rezepte unterschieden sich hauptsächlich dadurch, ob für den Start Zucker zugegeben werden musste und ob Fruchtreste mit Wasser bzw. Fruchtsaft verwendet wurde. Allen gemein war eine recht lange Fermentationszeit und die Notwendigkeit mehrerer Filterdurchgänge.
Das klingt relativ aufwendig, ist aber eigentlich nur Wartezeit. Was ich gemacht habe ist Weintrauben mit Wasser zu übergießen und etwa 5 Tage sich selbst zu überlassen. Dann habe ich das Fruchtwasser abgegossen und circa einen Monat weiter hell stehen gelassen. Während dieser Zeit hat sich ein angenehmer Essiggeruch entwickelt. Ich konnte die Bildung von Gasen beobachten (Luftbläschen) und es bildete sich schnell eine fette Essigmutter.
Diese Essigmutter ist der wichtigste Bestandteil eines (heimischen) Essigansatzes, denn sie sorgt für die Umsetzung der Ausgangsstoffe (Fruchtzucker bzw. Alkohol) durch Essigbakterien zu Essigsäure. Die Essigbakterien werden als Essigmutter sichtbar.
Der so hergestellte Essig kann vielfältig genutzt werden, also zum Konservieren, Würzen, zur Herstellung von Senf, aber auch als Kosmetikum, z.B. zur Hautreinigung.
Wir benutzen unseren Essig bisher nur im Salat, weil die Zeit zum Konservieren grade vorbei ist. Der Essig sieht etwas anders aus, als man vom Einkaufen im Supermarkt gewohnt ist, da ich ihn nur durch einen Kaffeefilter filtriert habe. Dadurch ist er etwas trüber. Die Schwebstoffe setzen sich aber nach kurzer Zeit ab.
Ich werde wohl nächstes Jahr wieder Essig ansetzen. Dann wahrscheinlich aus verschiedenen Beeren und Früchten, die ich etwas zerkleinere, damit der Fruchtzucker gut austreten kann. Diese direkte Herstellung von Essig wird heute in Europa kaum noch betrieben. Vor allem in muslimischen Ländern wird sie aber noch praktiziert und auch der sehr beliebte und teure Acetato balsamico wird nur aus eingekochtem Traubensaft und nicht mittels alkoholischer Gärung gewonnen. Bei uns findet man hingegen meist Weinessige, die wie der Name schon vermuten lässt, aus alkoholischen Ansätzen (Weiß-, Rotwein, Sherry oder Champagner), hergestellt werden oder Branntweinessige, aus z.B. Zuckerrohr-, Kartoffel- oder Zuckerrübenmaische.
Geschmacklich bin ich von meinem ersten Ansatz sehr überzeugt, auch wenn der Essig nicht so scharf (hochkonzentriert) ist, wie man es aus dem Laden gewohnt ist. Dafür bilde ich mir ein, dass er einen "tieferen" Geschmack besitzt.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen aromatisierten und fermentierten Essigen. Man kann also einerseits fertigem Essig, Kräuter oder Früchte hinzufügen um den Geschmack zu verändern, oder durch Essigbakterien aus alkoholhaltigen Flüssigkeiten einen Essig herstellen (Gärungsessig). Ersteres ist sicher bekannter und vor allem etwas schneller als die Fermentation.
Da wir wirklich viele Trauben von guten Bekannten bekommen hatten, wollte ich unbedingt herausfinden, ob man Essig selbst herstellen kann. Die Antwort lautet "Ja, kann man".
Im Internet hatte ich dazu einige Beiträge gefunden, wie Essig angeblich geling sicher produziert werden könne. Die Rezepte unterschieden sich hauptsächlich dadurch, ob für den Start Zucker zugegeben werden musste und ob Fruchtreste mit Wasser bzw. Fruchtsaft verwendet wurde. Allen gemein war eine recht lange Fermentationszeit und die Notwendigkeit mehrerer Filterdurchgänge.
Das klingt relativ aufwendig, ist aber eigentlich nur Wartezeit. Was ich gemacht habe ist Weintrauben mit Wasser zu übergießen und etwa 5 Tage sich selbst zu überlassen. Dann habe ich das Fruchtwasser abgegossen und circa einen Monat weiter hell stehen gelassen. Während dieser Zeit hat sich ein angenehmer Essiggeruch entwickelt. Ich konnte die Bildung von Gasen beobachten (Luftbläschen) und es bildete sich schnell eine fette Essigmutter.
Diese Essigmutter ist der wichtigste Bestandteil eines (heimischen) Essigansatzes, denn sie sorgt für die Umsetzung der Ausgangsstoffe (Fruchtzucker bzw. Alkohol) durch Essigbakterien zu Essigsäure. Die Essigbakterien werden als Essigmutter sichtbar.
Der so hergestellte Essig kann vielfältig genutzt werden, also zum Konservieren, Würzen, zur Herstellung von Senf, aber auch als Kosmetikum, z.B. zur Hautreinigung.
Wir benutzen unseren Essig bisher nur im Salat, weil die Zeit zum Konservieren grade vorbei ist. Der Essig sieht etwas anders aus, als man vom Einkaufen im Supermarkt gewohnt ist, da ich ihn nur durch einen Kaffeefilter filtriert habe. Dadurch ist er etwas trüber. Die Schwebstoffe setzen sich aber nach kurzer Zeit ab.
Ich werde wohl nächstes Jahr wieder Essig ansetzen. Dann wahrscheinlich aus verschiedenen Beeren und Früchten, die ich etwas zerkleinere, damit der Fruchtzucker gut austreten kann. Diese direkte Herstellung von Essig wird heute in Europa kaum noch betrieben. Vor allem in muslimischen Ländern wird sie aber noch praktiziert und auch der sehr beliebte und teure Acetato balsamico wird nur aus eingekochtem Traubensaft und nicht mittels alkoholischer Gärung gewonnen. Bei uns findet man hingegen meist Weinessige, die wie der Name schon vermuten lässt, aus alkoholischen Ansätzen (Weiß-, Rotwein, Sherry oder Champagner), hergestellt werden oder Branntweinessige, aus z.B. Zuckerrohr-, Kartoffel- oder Zuckerrübenmaische.
Geschmacklich bin ich von meinem ersten Ansatz sehr überzeugt, auch wenn der Essig nicht so scharf (hochkonzentriert) ist, wie man es aus dem Laden gewohnt ist. Dafür bilde ich mir ein, dass er einen "tieferen" Geschmack besitzt.
Donnerstag, 7. Dezember 2017
Gartenrundgang im November
Man mag meinen, dass in dieser Jahreszeit nicht besonders viel los ist im Garten. Aber dank Überwinterungsanbau, einigen Schutzmaßnahmen und nicht zuletzt dank der Klimaerwärmung gibt es noch eine Menge auf den Beeten.
Vor einigen Jahren war es noch so, dass es im November den ersten Frost in unserer Region gab. Das ist heute anders. Wir rechnen frühestens im Dezember mit Frost und mit Schnee frühestens im Januar. Einerseits ist das natürlich schön, weil wir unsere Herbst- und Winterkulturen lange unbeschadet frei auf dem Beet stehen können, andererseits sind Frost und Schnee wichtige Regulatoren im Hinblick auf Schädlinge und die Ruhezeiten von mehrjährigen Pflanzen.
Dieses Jahr können wir über diese Entwicklung sehr froh sein, denn unsere Beete beherbergen noch immer viele Kulturen, die eigentlich in eine Erdmiete gehören, wie Knollensellerie, Karotten und Kohl. Durch die milden Temperaturen, können wir sie aber noch stehen lassen, bis wir endlich mit unserem Umbau weiter vorangekommen sind. Der dauert nämlich, wie wohl bei jedem Bauprojekt, länger als anvisiert.
Um die vielen einzelnen Gebäude auf unserem Grundstück zu komprimieren, haben wir unser Haus gedreht, das Dach verlängert, um unseren Geräteschuppen dort einzurichten, und unsere "Toilette" in den Geräteschuppen gestellt. Dadurch können das "Toilettenhäuschen" und der Schuppen, der schon einige Jahre vor unserer Übernahme auf dem Grundstück vergammelte, abgerissen werden und es entsteht ein schöner neuer Platz für unsere Feuerstelle, eine Terrasse und eine etwas geschützte Liegefläche für den nächsten Sommer. So jedenfalls der Plan.
Da wir damit wahrscheinlich erst im Frühjahr fertig werden, habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, dass wir uns nächstes Jahr endlich nur noch um unseren Anbau kümmern müssen.
Wirklich schön ist übrigens dieses Jahr der Mangold, der neben seinem hohen Zierwert, auch eine enorme Ernte ermöglicht. Wir können viel essen und noch mehr weg geben. Im Ofen zubereitet mit Ei und etwas Käse überbacken zaubern wir so ein wirklich sättigendes Gericht. Auch wenn man sicher nicht jede Woche eine Gemüsesuppe essen kann, bin ich doch sehr froh, dass auch das klassische "Suppengrün" sehr gut gedeiht. Die Lauchfliegen, die unseren Porree im Sommer heimgesucht haben, haben nicht genug zerstört um uns unsere Ernte komplett zu vermiesen. Und auch die Wühlmäuse, die teilweise ganze Sellerieknollen ausgehöhlt haben, haben uns noch mehr als genug übrig gelassen. Obwohl ich letztes Jahr und dieses Frühjahr keinen Erfolg mit dem Fenchel hatte, kommen wir nun gar nicht mehr hinterher die vielen gut entwickelten Knollen zu essen. Nächstes Jahr im Herbst wird also wieder Fenchel gesät. Dann auch wieder gleich als Direktsaat, denn das scheint sehr gut zu funktionieren.
Den Zitruspflanzen im Gewächshaus scheint es auch noch sehr gut zu gehen. Spannend wird es, wenn es längere Zeit dunkel, kalt und feucht ist. Bisher habe ich allerdings die Hoffnung, die Pflanzen gut über den Winter zu bekommen. Nachdem wir das Gewächshaus fast vollständig abgedichtet hatten, haben wir nun doch wieder eine Öffnung erzeugt, damit die Feuchtigkeit im Gewächshaus besser abtransportiert werden kann. Einige der Blüten des unbekannten Zitrusstamms haben nämlich angefangen zu schimmeln, was sicher kein gutes Zeichen ist.
Als ich einige neue Beeren gesetzt habe (zwei weiße und eine schwarze Johannisbeeren), habe ich mich entschieden auch etwas Kompost zu verteilen. Beim Öffnen des Komposts sind mir dann direkt viele schöne dunkle Regenwürmer aufgefallen, die sich mit der Zersetzung unseres organischen Materials befasst haben. Ein wirklich toller und zufriedenstellender Anblick. Obwohl ich mich wirklich nicht als "Kompost-Profi" bezeichnen würde, scheinen wir es doch gar nicht so verkehrt zu machen.
Vor einigen Jahren war es noch so, dass es im November den ersten Frost in unserer Region gab. Das ist heute anders. Wir rechnen frühestens im Dezember mit Frost und mit Schnee frühestens im Januar. Einerseits ist das natürlich schön, weil wir unsere Herbst- und Winterkulturen lange unbeschadet frei auf dem Beet stehen können, andererseits sind Frost und Schnee wichtige Regulatoren im Hinblick auf Schädlinge und die Ruhezeiten von mehrjährigen Pflanzen.
Dieses Jahr können wir über diese Entwicklung sehr froh sein, denn unsere Beete beherbergen noch immer viele Kulturen, die eigentlich in eine Erdmiete gehören, wie Knollensellerie, Karotten und Kohl. Durch die milden Temperaturen, können wir sie aber noch stehen lassen, bis wir endlich mit unserem Umbau weiter vorangekommen sind. Der dauert nämlich, wie wohl bei jedem Bauprojekt, länger als anvisiert.
Um die vielen einzelnen Gebäude auf unserem Grundstück zu komprimieren, haben wir unser Haus gedreht, das Dach verlängert, um unseren Geräteschuppen dort einzurichten, und unsere "Toilette" in den Geräteschuppen gestellt. Dadurch können das "Toilettenhäuschen" und der Schuppen, der schon einige Jahre vor unserer Übernahme auf dem Grundstück vergammelte, abgerissen werden und es entsteht ein schöner neuer Platz für unsere Feuerstelle, eine Terrasse und eine etwas geschützte Liegefläche für den nächsten Sommer. So jedenfalls der Plan.
Da wir damit wahrscheinlich erst im Frühjahr fertig werden, habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, dass wir uns nächstes Jahr endlich nur noch um unseren Anbau kümmern müssen.
Wirklich schön ist übrigens dieses Jahr der Mangold, der neben seinem hohen Zierwert, auch eine enorme Ernte ermöglicht. Wir können viel essen und noch mehr weg geben. Im Ofen zubereitet mit Ei und etwas Käse überbacken zaubern wir so ein wirklich sättigendes Gericht. Auch wenn man sicher nicht jede Woche eine Gemüsesuppe essen kann, bin ich doch sehr froh, dass auch das klassische "Suppengrün" sehr gut gedeiht. Die Lauchfliegen, die unseren Porree im Sommer heimgesucht haben, haben nicht genug zerstört um uns unsere Ernte komplett zu vermiesen. Und auch die Wühlmäuse, die teilweise ganze Sellerieknollen ausgehöhlt haben, haben uns noch mehr als genug übrig gelassen. Obwohl ich letztes Jahr und dieses Frühjahr keinen Erfolg mit dem Fenchel hatte, kommen wir nun gar nicht mehr hinterher die vielen gut entwickelten Knollen zu essen. Nächstes Jahr im Herbst wird also wieder Fenchel gesät. Dann auch wieder gleich als Direktsaat, denn das scheint sehr gut zu funktionieren.
Den Zitruspflanzen im Gewächshaus scheint es auch noch sehr gut zu gehen. Spannend wird es, wenn es längere Zeit dunkel, kalt und feucht ist. Bisher habe ich allerdings die Hoffnung, die Pflanzen gut über den Winter zu bekommen. Nachdem wir das Gewächshaus fast vollständig abgedichtet hatten, haben wir nun doch wieder eine Öffnung erzeugt, damit die Feuchtigkeit im Gewächshaus besser abtransportiert werden kann. Einige der Blüten des unbekannten Zitrusstamms haben nämlich angefangen zu schimmeln, was sicher kein gutes Zeichen ist.
Als ich einige neue Beeren gesetzt habe (zwei weiße und eine schwarze Johannisbeeren), habe ich mich entschieden auch etwas Kompost zu verteilen. Beim Öffnen des Komposts sind mir dann direkt viele schöne dunkle Regenwürmer aufgefallen, die sich mit der Zersetzung unseres organischen Materials befasst haben. Ein wirklich toller und zufriedenstellender Anblick. Obwohl ich mich wirklich nicht als "Kompost-Profi" bezeichnen würde, scheinen wir es doch gar nicht so verkehrt zu machen.
Donnerstag, 23. November 2017
Die Lehren aus dem Frühjahr / Sommer 2017
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und einerseits ist es traurig, dass die Sonne schon wieder verabschiedet, andererseits freut man sich auf eine etwas langsamere Zeit im Winter in der man die Früchte seiner Arbeit ganz besonders genießen kann.
Heute möchte ich einmal Bilanz aus dem vergangenen Frühjahr und Sommer ziehen, mit dem was gut geklappt hat, was nicht so erfolgreich war und dem was nächstes Jahr anders gemacht wird, um den Garten weiter zu optimieren.
Positiv haben sich folgende Pflanzen entwickelt:
Das wollen wir in 2018 ändern:
Zusätzlich werde ich nächstes Jahr einige Stangenbohnen vorziehen. Die Direktsaat hat sich bei den Buschbohnen bewährt, während die Stangenbohnen schlecht keimen und stark angegriffen werden. Da uns unsere sauer eingelegten Bohnen sehr gut geschmeckt hatten, würden wir noch einige Kilos mehr einsäuern wollen. Dafür hätte es aber dieses Jahr nicht gereicht.
Trockenbohnen müssen wir sofort nach dem Trocknen einfrieren. Wir hatten dieses Jahr schon wieder ein Speisebohnenkäferdrama in unseren Vorräten, was extrem deprimierend ist. Generell muss ich mir angewöhnen, mich intensiver um unser Saatgut zu kümmern. Das bleibt manchmal etwas auf der Strecke.
Anstelle von normalem Brokkoli werden wir ab nächstem Jahr auf Purple Sprouting Brokkoli setzen. Da ich die einzige im Garten bin, die Brokkoli gerne isst und die Erntezeit bei Brokkoli doch eher kurz ausfällt. Wir hatten es dieses Jahr schon mit Knospenkohl probiert. Der war ziemlich teuer in der Anschaffung, hat aber keine einzige verwertbare Pflanze hervorgebracht (weder bei Direktsaat noch mit Vorzucht).
Generell gilt es diesen Winter einige Entscheidungen zu fällen, z.B. welche Tomatensorten wieder angebaut werden und welche Sorten wegfallen. Solche Entscheidungen fallen mir überhaupt nicht leicht, aber ich weiß, dass es zu unserem Besten ist, einen gut durchdachten Gemüsegarten anzulegen.
Heute möchte ich einmal Bilanz aus dem vergangenen Frühjahr und Sommer ziehen, mit dem was gut geklappt hat, was nicht so erfolgreich war und dem was nächstes Jahr anders gemacht wird, um den Garten weiter zu optimieren.
Positiv haben sich folgende Pflanzen entwickelt:
- enorme Süßlupinen- und Buchweizenernten
- sehr gute Tomatenerträge und spätes Einsetzen bzw. Ausbleiben von Krankheiten
- Sojabohnenernte (guter Ertrag, keine Krankheiten, schmackhaft)
- Trockenbohnenernte von Borlotti- und Kidneybohnen war gut, trotz hoher Feuchtigkeit in der Erntezeit
- Aubergine: Violetta lunga und Blaukönigin. Beide lecker und früh ertragreich. Diese Sorten wird es auch nächstes Jahr wieder geben.
- Paprika: Sweet Banana und Albaregia, beide früh und ertragreich. Albaregia wird es nächstes Jahr wieder geben. Sweet Banana schmeckt zwar gut, ihre Form ist aber für die Küche eher ungeeignet.
- Beerenernte, besonders Himbeeren und Erdbeeren, sehr zufriedenstellend für die kurze Standzeit
- Buchweizen ist auf Milpakultur gekippt, und hat Durchgang versperrt und Kürbisse zusätzlich beschattet
- Knospenkohl, Romanesco-Blumenkohl, Brokkoli und Blumenkohl haben keine / zu geringe Erträge gebracht durch schlechte Keimung / ungesunden Wuchs
- junge (Blatt-)Kohlaussaaten sind von Erdflöhen heimgesucht worden, später von Kohlweißlingen und jetzt auch noch von Schildläusen
- relativ geringe Buschbohnenernte aufgrund von schlechtem Timing bei der Salaternte
- Frühjahresaussaat Fenchel ist schnell stark geschossen, Herbstaussaat (Direktsaat) funktioniert wesentlich besser
- Schlechte Frühkartoffelernte, vielleicht wurden sie von unseren Wühlmäusen gegessen oder die Kartoffeln waren nicht gesund genug
- Gute Erträge bei mittelspäten Kartoffeln, allerdings schlechte Lagerungsvoraussetzung durch Schädlingsbefall. Geschmacklich waren sie leider auch eher fad.
- Weiße Auberginen - extrem harte Haut und leider nicht so lecker wie angekündigt
- Obstbäume, besonders Birnen und Quitte, zeigen Blattkrankheitszeichen. Dagegen müssen wir im Frühjahr, wahrscheinlich mit Kräuterteespritzungen, vorgehen.
Das wollen wir in 2018 ändern:
- Weniger Süßlupine auf dem Acker, ergänzen durch Trockenbohnen (Stangen- und Buschbohnen), mehr Platz für Sojabohnen und ggf. Linsen einplanen
- Salataussaaten noch besser timen, sodass kontinuierlicher aber insgesamt etwas weniger geerntet werden kann
- Neue Saatkartoffeln für bessere Ernte in 2018. Die Blauen Schweden waren geschmacklich dieses Jahr nicht überzeugend und wir wollen gerne noch eine mehlig kochende Sorte hinzunehmen
- Kohl mit engmaschigem Netz abdecken, um Schädlingsbefall zu reduzieren
- Niedrigere Buchweizensorte anbauen (Echter Buchweizen)
- Kompostwirtschaft optimieren
Zusätzlich werde ich nächstes Jahr einige Stangenbohnen vorziehen. Die Direktsaat hat sich bei den Buschbohnen bewährt, während die Stangenbohnen schlecht keimen und stark angegriffen werden. Da uns unsere sauer eingelegten Bohnen sehr gut geschmeckt hatten, würden wir noch einige Kilos mehr einsäuern wollen. Dafür hätte es aber dieses Jahr nicht gereicht.
Trockenbohnen müssen wir sofort nach dem Trocknen einfrieren. Wir hatten dieses Jahr schon wieder ein Speisebohnenkäferdrama in unseren Vorräten, was extrem deprimierend ist. Generell muss ich mir angewöhnen, mich intensiver um unser Saatgut zu kümmern. Das bleibt manchmal etwas auf der Strecke.
Anstelle von normalem Brokkoli werden wir ab nächstem Jahr auf Purple Sprouting Brokkoli setzen. Da ich die einzige im Garten bin, die Brokkoli gerne isst und die Erntezeit bei Brokkoli doch eher kurz ausfällt. Wir hatten es dieses Jahr schon mit Knospenkohl probiert. Der war ziemlich teuer in der Anschaffung, hat aber keine einzige verwertbare Pflanze hervorgebracht (weder bei Direktsaat noch mit Vorzucht).
Generell gilt es diesen Winter einige Entscheidungen zu fällen, z.B. welche Tomatensorten wieder angebaut werden und welche Sorten wegfallen. Solche Entscheidungen fallen mir überhaupt nicht leicht, aber ich weiß, dass es zu unserem Besten ist, einen gut durchdachten Gemüsegarten anzulegen.
Montag, 6. November 2017
Bohnen - Bohnen - Bohnen für 2018
Vor Kurzem hat mich das Bohnenfieber gepackt. Beim Stöbern durch einige Blogs und Saatgutseiten, welche ich regelmäßig aufsuche, bin ich auf eine enorme Vielfalt verschiedener Bohnen gestoßen. Völlig fasziniert von den unendlichen Möglichkeiten, die sich durch den Anbau von verschiedenen Bohnen bieten, habe ich auch gleich einige Samen bestellt.
Bohnen unterscheiden sich nicht nur durch die verschiedenen Farben ihrer Kerne und Hülsen, sondern auch durch ihre Höhe bzw. Tendenz dazu zu klettern.
Prinzipiell gehören sie alle zu den Schmetterlingsblütlern (Fabaceae) und können daher leicht an der auffallend hübschen (schmetterlingsförmigen) Blüte erkannt werden. Die Farben der Blüten reichen von weiß über gelb und rot bis hin zu einem satten lila. Ihr Zierwert allein ist deshalb schon sehr hoch. In der Familie der Fabaceae sind sie dann bei den Phaseoleae einzuordnen, wodurch sie z.B. von den Erbsengewächsen (Pisum) unterschieden werden.
Sie zeichnen sich durch einige spezifische gemeinsame Merkmale aus, die bei den einzelnen Unterarten unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Dazu gehört ihr doch noch immer stark ausgeprägtes Wärmebedürfnis, ihre Frostempfindlichkeit, sowie die Ausbildung von längeren oder kürzeren Hülsen und ihre Eigenschaft als Linkswinder. Alle heute kultivierten Arten kommen ursprünglich aus Amerika und sind im rohen Zustand giftig.
Da ich mich selbst in dem Urwald aus verschiedenen Bezeichnungen für Bohnen verirre, hier einmal ein kleiner Überblick über die verschiedenen Bohnen, die man zum Verzehr anbauen kann:
Limabohne (Butter- oder Mondbohne, Phaseolus lunatus):
Teparybohne (Phaseolus acutifolius):
Gartenbohne (Grüne Bohne, Fisole, Phaseolus vulgaris):
Filetbohnen bzw. Grüne Bohnen werden für ihre Hülsen angebaut, Kern- bzw. Trockenbohnen für ihre Kerne. Sorten, bei denen sowohl Hülsen als auch Kerne geerntet werden können bezeichnet man als Zwiebohnen.
Der Wuchs kann dabei als Busch- oder Stangenform ausgebildet sein. Also mit determiniertem oder indeterminiertem Wachstum. Natürlich gibt es auch hier einige Zwischenformen, die aber immer eine Tendenz zum einen oder anderen haben.
Einordnungen nach Färbung bzw. Form sind z.B. "Kidneybohne", die sich i.d.R. durch rote nierenförmige Kerne auszeichnet oder "Pinto- / Wachtelbohne", welche runde, gesprenkelte Kerne mit beigem Grundton besitzen.
Wir werden folgende Buschbohnen anbauen:
Trockenbohnen:
Trockenbohnen:

Weil eine solche Masse verschiedener Bohnen eigentlich nicht vorgesehen ist, werden wir ein bisschen improvisieren müssen. In 2019 würden wir dann wahrscheinlich einige aussortieren, die uns nicht geschmeckt haben oder deren Anbau nicht geglückt ist.
Zum Glück haben wir aber noch einige Plätze, die man für Bohnen gut nutzen kann. Die Meterbohne soll am Obstbaumspalier hochwachsen, wo sie hoffentlich viel Platz für ihre langen Hülsen hat.
Auf dem Lupinenacker werden wir etwas Platz für sechs Reihen Stangenbohnen machen. Dort sollen neben den Lupinen besonders Trockenbohnen stehen, damit der Acker nicht allzu häufig betreten werden muss. Da Bohnen dem Boden allerdings mehr Nährstoffe entziehen, wird hier mindestens eine dicke Mulchschicht und eine gute Bodenvorbereitung von Nöten sein.
Bohnen unterscheiden sich nicht nur durch die verschiedenen Farben ihrer Kerne und Hülsen, sondern auch durch ihre Höhe bzw. Tendenz dazu zu klettern.
Prinzipiell gehören sie alle zu den Schmetterlingsblütlern (Fabaceae) und können daher leicht an der auffallend hübschen (schmetterlingsförmigen) Blüte erkannt werden. Die Farben der Blüten reichen von weiß über gelb und rot bis hin zu einem satten lila. Ihr Zierwert allein ist deshalb schon sehr hoch. In der Familie der Fabaceae sind sie dann bei den Phaseoleae einzuordnen, wodurch sie z.B. von den Erbsengewächsen (Pisum) unterschieden werden.
Sie zeichnen sich durch einige spezifische gemeinsame Merkmale aus, die bei den einzelnen Unterarten unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Dazu gehört ihr doch noch immer stark ausgeprägtes Wärmebedürfnis, ihre Frostempfindlichkeit, sowie die Ausbildung von längeren oder kürzeren Hülsen und ihre Eigenschaft als Linkswinder. Alle heute kultivierten Arten kommen ursprünglich aus Amerika und sind im rohen Zustand giftig.
Da ich mich selbst in dem Urwald aus verschiedenen Bezeichnungen für Bohnen verirre, hier einmal ein kleiner Überblick über die verschiedenen Bohnen, die man zum Verzehr anbauen kann:
Limabohne (Butter- oder Mondbohne, Phaseolus lunatus):
- Sehr große Kerne (ähnlich denen von Puffbohnen)
- Kurze Hülsen mit 3-5 nierenförmigen Kernen
- Grundfarbe der Kerne i.d.R. weiß
- Es existieren Buch- und Stangenbohnenarten
- Reich an Ballaststoffen und Proteinen
Teparybohne (Phaseolus acutifolius):
- Rundlich, längliche braune Kerne
- Lange, behaarte Hülsen mit ca. 7 Kernen
- Trockenresistente Kurztagspflanze
- Anbau bisher nicht relevant
- Feuerrote Blüten
- Zunächst behaart, dann kahle Stängel
- Stangenbohne
- Blütenstände mit 25 - 35 cm Länge
- < 25 cm lange Hülsen
- Ca. 2,5 cm große, farbenfrohe Kerne
Gartenbohne (Grüne Bohne, Fisole, Phaseolus vulgaris):
- Nutzung von Hülsen und / oder Kernen
- Kerne und Hülsen in vielfältigen Färbungen
- Buch- oder Stangenbohnenwuchsform
- Selbstbestäuber (gut für eigene Saatgutvermehrung)
Filetbohnen bzw. Grüne Bohnen werden für ihre Hülsen angebaut, Kern- bzw. Trockenbohnen für ihre Kerne. Sorten, bei denen sowohl Hülsen als auch Kerne geerntet werden können bezeichnet man als Zwiebohnen.
Der Wuchs kann dabei als Busch- oder Stangenform ausgebildet sein. Also mit determiniertem oder indeterminiertem Wachstum. Natürlich gibt es auch hier einige Zwischenformen, die aber immer eine Tendenz zum einen oder anderen haben.
Einordnungen nach Färbung bzw. Form sind z.B. "Kidneybohne", die sich i.d.R. durch rote nierenförmige Kerne auszeichnet oder "Pinto- / Wachtelbohne", welche runde, gesprenkelte Kerne mit beigem Grundton besitzen.
Wir werden folgende Buschbohnen anbauen:
Trockenbohnen:
- Kidneybohne "Canadian Wonder"
- Wachtelbohne "Borlotti"
- "White Navy" (typische weiße Bohne, wie in Baked Beans)
- "Hinrichs Riesen" (angeblich auch als Zwiebohne geeignet)
- wahrscheinlich "Beste von Allen" - eine gelbe Buschbohne (Wachsbohne)
- wahrscheinlich "Red Peanut"
- "Ying Yang"
- "Augenbohne"
Trockenbohnen:
- "Mocca with Sherry"
- Lila Stangenbohne (Name unbekannt)
- Stangenbohne mit weißen Kernen (Name ebenfalls unbekannt)
- "Purple Pod" (Meterbohne mit bis zu 60 cm langen Hülsen)
- Berner Landfrauen
- Jacob's Cattle

Weil eine solche Masse verschiedener Bohnen eigentlich nicht vorgesehen ist, werden wir ein bisschen improvisieren müssen. In 2019 würden wir dann wahrscheinlich einige aussortieren, die uns nicht geschmeckt haben oder deren Anbau nicht geglückt ist.
Zum Glück haben wir aber noch einige Plätze, die man für Bohnen gut nutzen kann. Die Meterbohne soll am Obstbaumspalier hochwachsen, wo sie hoffentlich viel Platz für ihre langen Hülsen hat.
Auf dem Lupinenacker werden wir etwas Platz für sechs Reihen Stangenbohnen machen. Dort sollen neben den Lupinen besonders Trockenbohnen stehen, damit der Acker nicht allzu häufig betreten werden muss. Da Bohnen dem Boden allerdings mehr Nährstoffe entziehen, wird hier mindestens eine dicke Mulchschicht und eine gute Bodenvorbereitung von Nöten sein.
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Gartenrundgang Oktober
Weil der September durch die vielen Ernte und
Instandhaltungsarbeiten doch sehr arbeitsintensiv war, gibt es nun "recht früh"
im Oktober einen Gartenrundgang, der beide Monate ein bisschen abdecken soll.
Die meisten Beete sind nun abgeerntet, Tomaten, Paprika, Auberginen, Bohnen, Zucchini, Kürbisse und Sommerkohlsorten sind von den Beeten gewichen. Die Pflanzenreste haben wir kleingeschnitten und auf den Beeten verteilt oder auf den Kompost geschichtet. Diese Mulchschicht wird sich über die anstehenden Wintermonate zersetzen. Im Frühjahr werden dann die Überreste abgenommen oder eingearbeitet, um die neuen Aussaaten mit Nährstoffen zu versorgen.
Auf den Beeten verbleibt diesen Monat noch der Mais, dessen gut getrocknete Körner bald für den Winter eingelagert werden können. Ebenfalls noch im Beet befinden sich Rote Beete, Porree, Sellerie, Endiviensalate, Karotten, Steckrüben und Winterkohl. Diese werden im Winter nach Bedarf geerntet oder noch im November in die Erdmiete eingelagert. Da wir zurzeit unser Gartenhaus umbauen, ist die neue Erdmiete allerdings noch nicht eingerichtet und so haben wir momentan einige Probleme mit der korrekten Lagerung unsers Gemüses.
Die Ankunft des Herbsts ist mittlerweile deutlich zu spüren. Die Blätter verfärben sich überall und der Boden trocknet nicht mehr richtig ab. Als Erfolg verbuche ich, dass unsere Art der Bodenbearbeitung es anscheinend trotzdem ermöglicht bei relativ feuchter Witterung zu harken und Unkraut zu beseitigen.
Auch im Oktober kann man noch einiges säen bzw. pflanzen. Dieses Jahr möchte ich erneut versuchen Dicke Bohnen zu überwintern. Dazu werden die Bohnen ähnlich wie im Frühjahr etwa zwei Zentimeter tief gelegt. Zum Schutz vor Vögeln werden sie zusätzlich abgedeckt. Die jungen Pflanzen gehen im November in die Winterruhe über und wachsen dann im Frühjahr zügig an. So ermöglichen sie eine noch zeitigere Ernte.
Ebenfalls im Oktober können Knoblauch und andere Zwiebeln gepflanzt werden. Die benötigen in der Regel keine Abdeckung. Vor schweren Frösten sollte man sie natürlich sicherheitshalber trotzdem schützen.
Unseren Obstbäumen und Beerensträuchern sieht man jetzt auch an, dass sie bald in die Winterruhe übergehen werden. Bei vielen färben sich die Blätter rot und andere werfen sie gleich ganz ab. Neues Wachstum sieht man jetzt nur noch bei den Erd- und Himbeeren, denen das Wetter sichtlich zusagt.
Natürliche Schädlinge machen uns nach wie vor das Leben etwas schwerer als es sein müsste. Obwohl wir versuchen so schnell wie möglich einzugreifen, haben wir doch einige Einbußen zu beklagen. Soweit wir es beurteilen können, ist jeder Porree von der Lauchmotte befallen. Die angerichteten Schäden kann man erst dann komplett überblicken, wenn man das Gemüse anschneidet.
Fast eine gesamte Reihe Fenchel ist von unten abgefressen worden, sodass ich nur noch die umgefallenen Knollen vom Boden absammeln konnte. Auch von den Karotten sieht man häufig nur noch das welkende Grün. Beides Wühlmausschäden.
Unser Kohl, besonders der Rotkohl, wird auch weiterhin von einer merkwürdigen Fäulnis heimgesucht und die Kohlweißlinge sammle ich ab, sobald ich sie sichte. Außerdem machen sich, wie eigentlich jeden Herbst, die weißen Fliegen über den Kohl her. Bisher hält sich der Befall aber noch in erträglichen Grenzen.
Die meisten Beete sind nun abgeerntet, Tomaten, Paprika, Auberginen, Bohnen, Zucchini, Kürbisse und Sommerkohlsorten sind von den Beeten gewichen. Die Pflanzenreste haben wir kleingeschnitten und auf den Beeten verteilt oder auf den Kompost geschichtet. Diese Mulchschicht wird sich über die anstehenden Wintermonate zersetzen. Im Frühjahr werden dann die Überreste abgenommen oder eingearbeitet, um die neuen Aussaaten mit Nährstoffen zu versorgen.
Auf den Beeten verbleibt diesen Monat noch der Mais, dessen gut getrocknete Körner bald für den Winter eingelagert werden können. Ebenfalls noch im Beet befinden sich Rote Beete, Porree, Sellerie, Endiviensalate, Karotten, Steckrüben und Winterkohl. Diese werden im Winter nach Bedarf geerntet oder noch im November in die Erdmiete eingelagert. Da wir zurzeit unser Gartenhaus umbauen, ist die neue Erdmiete allerdings noch nicht eingerichtet und so haben wir momentan einige Probleme mit der korrekten Lagerung unsers Gemüses.
Die Ankunft des Herbsts ist mittlerweile deutlich zu spüren. Die Blätter verfärben sich überall und der Boden trocknet nicht mehr richtig ab. Als Erfolg verbuche ich, dass unsere Art der Bodenbearbeitung es anscheinend trotzdem ermöglicht bei relativ feuchter Witterung zu harken und Unkraut zu beseitigen.
Auch im Oktober kann man noch einiges säen bzw. pflanzen. Dieses Jahr möchte ich erneut versuchen Dicke Bohnen zu überwintern. Dazu werden die Bohnen ähnlich wie im Frühjahr etwa zwei Zentimeter tief gelegt. Zum Schutz vor Vögeln werden sie zusätzlich abgedeckt. Die jungen Pflanzen gehen im November in die Winterruhe über und wachsen dann im Frühjahr zügig an. So ermöglichen sie eine noch zeitigere Ernte.
Ebenfalls im Oktober können Knoblauch und andere Zwiebeln gepflanzt werden. Die benötigen in der Regel keine Abdeckung. Vor schweren Frösten sollte man sie natürlich sicherheitshalber trotzdem schützen.
Unseren Obstbäumen und Beerensträuchern sieht man jetzt auch an, dass sie bald in die Winterruhe übergehen werden. Bei vielen färben sich die Blätter rot und andere werfen sie gleich ganz ab. Neues Wachstum sieht man jetzt nur noch bei den Erd- und Himbeeren, denen das Wetter sichtlich zusagt.
Die kürzlich gepflanzten Obstbäume scheinen sich bisher gut eingefunden zu
haben und die gemeinen Wühlmäuse in unserem Garten haben offenbar noch kein
Interesse an ihnen entwickelt. Ganz im Gegensatz zum Fenchel und den Karotten.
Natürliche Schädlinge machen uns nach wie vor das Leben etwas schwerer als es sein müsste. Obwohl wir versuchen so schnell wie möglich einzugreifen, haben wir doch einige Einbußen zu beklagen. Soweit wir es beurteilen können, ist jeder Porree von der Lauchmotte befallen. Die angerichteten Schäden kann man erst dann komplett überblicken, wenn man das Gemüse anschneidet.
Fast eine gesamte Reihe Fenchel ist von unten abgefressen worden, sodass ich nur noch die umgefallenen Knollen vom Boden absammeln konnte. Auch von den Karotten sieht man häufig nur noch das welkende Grün. Beides Wühlmausschäden.
Unser Kohl, besonders der Rotkohl, wird auch weiterhin von einer merkwürdigen Fäulnis heimgesucht und die Kohlweißlinge sammle ich ab, sobald ich sie sichte. Außerdem machen sich, wie eigentlich jeden Herbst, die weißen Fliegen über den Kohl her. Bisher hält sich der Befall aber noch in erträglichen Grenzen.
Sonntag, 1. Oktober 2017
Bilanz Frühjahr und Sommer 2017
Bevor wir unser Lager mit der Oktoberernte füllen, wollte ich euch an meinen Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit unseres Gartens bisher teilhaben lassen.
Im Frühjahr und Sommer stehen einem hauptsächlich Produkte zur Verfügung, die frisch gegessen bzw. verarbeitet werden müssen. Für die Wintermonate hingegen füllt man seine Lager und verzehrt neben einigen frischen Produkten vor allem gelagertes Gemüse.
Um zu errechnen wie wirtschaftlich unser junger Garten jetzt schon ist, habe ich zwei Listen erstellt. In der Liste zum Gemüse vergleiche ich unsere Saatgutausgaben gegen die Erntemenge und den Preisen im Biomarkt.
Bei einer Investition von 71,6 € für Saatgut (komplett), konnten wir jetzt schon eine Ernte im Wert von (fiktiven) 1.230,88 € einfahren. Diese Zahl wird sich noch wesentlich vergrößern, wenn schwere Kohlköpfe, Kürbisse und Maiskolben in die Berechnung mit einfließen. Wir konnten unsere Ausgaben also amortisieren und bekommen für unsere Investition das 17-fache zurück.
Mit Abstand der größte Posten bisher sind dabei die Tomaten mit knapp 160 €, direkt gefolgt von den Kartoffeln mit knapp 140 €.
Um die Wirtschaftlichkeit unseres Obst zu ermitteln habe ich ebenfalls die Anschaffungskosten gelistet, die Preise im Biomarkt oder Hofladen und die jeweiligen Erträge von 2016 bis 2017. Um ein nicht ganz so deprimierendes Bild zu erzeugen, habe ich diese Tabelle noch in Beeren und Kern-/Steinobst unterteilt.
Bei den Beeren konnten wir bei Anschaffungskosten von 117,85 € einen Ertrag von 133,87 € erreichen. Also ein Plus von etwa 16 €, wobei die meisten Beeren noch im ersten Standjahr sind und keine Früchte tragen.
Verantwortlich dafür ist vor allem unsere extrem reiche Himbeer- und Erdbeerernte. Himbeeren sind mit ca. 21 € im Kilo extrem hochpreisig. Die Erdbeeren punkten besonders mit ihrem hohen Ertrag, denn mit "nur" 5,3 € / kg sind sie nicht sehr teuer.
Unsere Investition von 266,74 € für Obstbäume und Weinreben hat sich bisher noch gar nicht rentiert. Die Bäume sind alle vor Kurzem erst gepflanzt worden. Mit Erträgen können wir erst in den kommenden Jahren rechnen. Dann rentieren sich Obstbäume und Weinreben aber extrem. Die Kilopreise für z.B. Weintrauben, Aprikosen und Pfirsiche betragen meist 8 - 10 €. Bei etablierten Pflanzen kann man einige Kilo ernten. Wir besitzen insgesamt 22 Pflanzen und rechnen daher damit, dass sich der Einsatz spätestens nächstes Jahr gelohnt hat.
Aber nun einmal die harten Fakten zusammengestellt:
Kategorie Kosten fiktive Einnahmen
Gemüse 71,6 1230,88
Beeren 117,85 133,87
Obstbäume 266,74 0
Pacht (1/2 Jahr) 260 0
Summe: 716,19 1364,75
Es ergibt sich eine Differenz von 648,56 € Was eine recht beachtliche Summe ist, wenn man bedenkt, dass die meisten Pflanzen noch überhaupt keine Produktivität aufweisen.
Nicht eingerechnet ist unsere Winterernte. Also etwa 20 kg Topinambur, ca. 18 kg Kürbisse, 10 kg Mais und noch etwa 30 kg Kartoffeln, sowie Kohlköpfe und unsere frische Ernte im Winter. Bevor die nächste Erntesaison losgeht, werde ich noch einmal Bilanz ziehen und dann hoffentlich noch bessere Zahlen vorweisen können.
Bei all den schönen Zahlen, lässt sich jedoch nicht bestreiten, dass sehr viel Arbeit in einem solchen Garten steckt. Wir verbringen dort viel Zeit und wenn wir nach Hause kommen, müssen wir unsere Ernte auch verarbeiten. Die initialen Kosten für die Anschaffung von Einmachgläsern und Zubehör kann man dabei nicht außer Acht lassen. Entscheidet man sich beim Kauf für hochwertige Produkte, kann man sich aber darauf verlassen, noch viele Jahre einen Nutzen aus den Produkten zu ziehen. Mal abgesehen davon, reduziert man die eigene Müllproduktion durch die Mehrfachnutzung rapide.
Im Frühjahr und Sommer stehen einem hauptsächlich Produkte zur Verfügung, die frisch gegessen bzw. verarbeitet werden müssen. Für die Wintermonate hingegen füllt man seine Lager und verzehrt neben einigen frischen Produkten vor allem gelagertes Gemüse.
Um zu errechnen wie wirtschaftlich unser junger Garten jetzt schon ist, habe ich zwei Listen erstellt. In der Liste zum Gemüse vergleiche ich unsere Saatgutausgaben gegen die Erntemenge und den Preisen im Biomarkt.
Bei einer Investition von 71,6 € für Saatgut (komplett), konnten wir jetzt schon eine Ernte im Wert von (fiktiven) 1.230,88 € einfahren. Diese Zahl wird sich noch wesentlich vergrößern, wenn schwere Kohlköpfe, Kürbisse und Maiskolben in die Berechnung mit einfließen. Wir konnten unsere Ausgaben also amortisieren und bekommen für unsere Investition das 17-fache zurück.
Mit Abstand der größte Posten bisher sind dabei die Tomaten mit knapp 160 €, direkt gefolgt von den Kartoffeln mit knapp 140 €.
Um die Wirtschaftlichkeit unseres Obst zu ermitteln habe ich ebenfalls die Anschaffungskosten gelistet, die Preise im Biomarkt oder Hofladen und die jeweiligen Erträge von 2016 bis 2017. Um ein nicht ganz so deprimierendes Bild zu erzeugen, habe ich diese Tabelle noch in Beeren und Kern-/Steinobst unterteilt.
Bei den Beeren konnten wir bei Anschaffungskosten von 117,85 € einen Ertrag von 133,87 € erreichen. Also ein Plus von etwa 16 €, wobei die meisten Beeren noch im ersten Standjahr sind und keine Früchte tragen.
Verantwortlich dafür ist vor allem unsere extrem reiche Himbeer- und Erdbeerernte. Himbeeren sind mit ca. 21 € im Kilo extrem hochpreisig. Die Erdbeeren punkten besonders mit ihrem hohen Ertrag, denn mit "nur" 5,3 € / kg sind sie nicht sehr teuer.
Unsere Investition von 266,74 € für Obstbäume und Weinreben hat sich bisher noch gar nicht rentiert. Die Bäume sind alle vor Kurzem erst gepflanzt worden. Mit Erträgen können wir erst in den kommenden Jahren rechnen. Dann rentieren sich Obstbäume und Weinreben aber extrem. Die Kilopreise für z.B. Weintrauben, Aprikosen und Pfirsiche betragen meist 8 - 10 €. Bei etablierten Pflanzen kann man einige Kilo ernten. Wir besitzen insgesamt 22 Pflanzen und rechnen daher damit, dass sich der Einsatz spätestens nächstes Jahr gelohnt hat.
Aber nun einmal die harten Fakten zusammengestellt:
Kategorie Kosten fiktive Einnahmen
Gemüse 71,6 1230,88
Beeren 117,85 133,87
Obstbäume 266,74 0
Pacht (1/2 Jahr) 260 0
Summe: 716,19 1364,75
Es ergibt sich eine Differenz von 648,56 € Was eine recht beachtliche Summe ist, wenn man bedenkt, dass die meisten Pflanzen noch überhaupt keine Produktivität aufweisen.
Nicht eingerechnet ist unsere Winterernte. Also etwa 20 kg Topinambur, ca. 18 kg Kürbisse, 10 kg Mais und noch etwa 30 kg Kartoffeln, sowie Kohlköpfe und unsere frische Ernte im Winter. Bevor die nächste Erntesaison losgeht, werde ich noch einmal Bilanz ziehen und dann hoffentlich noch bessere Zahlen vorweisen können.
Bei all den schönen Zahlen, lässt sich jedoch nicht bestreiten, dass sehr viel Arbeit in einem solchen Garten steckt. Wir verbringen dort viel Zeit und wenn wir nach Hause kommen, müssen wir unsere Ernte auch verarbeiten. Die initialen Kosten für die Anschaffung von Einmachgläsern und Zubehör kann man dabei nicht außer Acht lassen. Entscheidet man sich beim Kauf für hochwertige Produkte, kann man sich aber darauf verlassen, noch viele Jahre einen Nutzen aus den Produkten zu ziehen. Mal abgesehen davon, reduziert man die eigene Müllproduktion durch die Mehrfachnutzung rapide.
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