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Donnerstag, 21. März 2019

DIY Kistenregal zur Lagerung unserer Ernte

Letztes Jahr konnten wir durch einen Fehler im Online-Shop eines bekannten Baumarktes Holzkisten, welche sonst 6-7 €/St. kosten für 1 € kaufen. Wir haben also 10 Stück mitgenommen und lagern in ihnen seither Teile unserer Ernte.
Die Kisten sind zwar stapelbar und recht praktisch. Trotzdem stört es mich, dass ich den Stapel jedes mal komplett umschichten muss um an den Inhalt der Kisten zu gelangen.
Also habe ich ein paar passende Unterkonstruktionslatten gekauft und losgelegt.


In meinem aktuellen Wahn Dinge selber zu bauen, habe ich mir also einen Plan gemacht, wie ich eine Art Mini-Wasserkistenregal bauen kann. Dabei ist die folgende Zeichnung entstanden:










Damit die Kisten gut sichtbar sind bzw. man gut hineingreifen kann, sollten sie den richtigen Neigungsgrad haben. Das habe ich einfach durch Ausprobieren festgelegt. Mit einer günstigen Gehrungslade und einigen Einhandzwingen habe ich das Holz auf die richtige Länge gekürzt und die Verbindungsstücke mit Taschenlochbohrungen versehen.




Anschließend habe ich die Rahmen gebaut, indem ich die Beine mit den Abstandshaltern verbunden habe. Dazu habe ich eine großzügige Menge Holzleim und Taschenlochschrauben benutzt. Leider hatte ich die richtigen Klemmen dafür zu Hause liegen lassen, trotzdem ist alles ausreichend grade geworden.
Da der Bit für die Taschenlochschrauben enorm lang ist, musste ich die Schrauben teils von Hand anziehen. Das hat aber auch gut funktioniert, da wir durch Zufall noch entsprechende Adapter im Garten liegen hatten.
Zum Schluss habe ich die Verbindungen zwischen den Rahmen angebracht. Dafür habe ich den Winkel einfach übertragen. Für die zweite Reihe habe ich dann jeweils 55 cm versetzt noch eine Markierung angebracht. Damit alles zum Schluss hübsch aussieht, habe ich die Verbindungen so angebracht, dass die Taschenlochbohrungen zur Wand zeigen. So sind keine Holzverbindungen sichtbar. 

 

Damit das Regal etwas moderner aussieht, habe ich es noch schnell mit weißer Kreidefarbe angemalt. Diese deckt sehr gut und gibt ein schön mattes Finish.
Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und hoffe, dass wir so einen etwas größeren Nutzen aus unseren Kisten ziehen können. Sobald wir umgezogen sind, wird das Regal in der Einkochküche stehen.




Nachdem es zusammengebaut war, habe ich herausgefunden, dass auch unsere Weidenkörbe sehr gut reinpassen. Die würde ich aber nur auf die untere Etage stellen, denn die dünnen 25 x 44 mm Rahmen tragen nicht so viel. Wer ein belastbareres Regal für z.B. Getränkekisten o.ä. machen möchte, sollte auf etwas dickeres Holz zurückgreifen.

Donnerstag, 31. Januar 2019

DIY Fußhocker

Wie ich Anfang des Jahres schon erzählt hatte, wollen/müssen wir unsere Heimwerkerfertigkeiten dieses Jahr ausbauen. Weil ich es nicht erwarten kann, endlich mit den Umbaumaßnahmen in unserem Haus loszulegen, habe ich schon einmal mit einem ersten Projekt losgelegt.

Als ich in meine aktuelle Wohnung gezogen bin habe ich mir ein Sofa und einen Ohrensessel gekauft. Eigentlich wollte ich mir damals auch den Fußhocker dazu kaufen. Allerdings hat der Fußhocker genauso viel gekostet wie der Sessel. Dafür war ich entschieden zu geizig. Trotzdem wollte ich immer einen haben, weil das Sitzen auf dem Sessel dadurch wesentlich bequemer wird.

Also habe ich mir tagelang Videos angeschaut und beschlossen, dass es nicht so schwer sein kann, einen Fußhocker zu bauen. Dafür habe dann kurzer Hand eine alte Latte, die noch im Garten herumlag, zurecht gesägt und mit nach Hause genommen.
Für einen Großteil des Materials konnte ich auf Reste zurückgreifen, die ich noch Zuhause hatte. Gekauft habe ich Möbelfüße im Stil derer des Sessels für knapp 22 €, zu meinen Kissen passenden Bezugsstoff für 28 €/mtr, Flanell für 15 €/mtr und eine Schaumstoffplatte für 18 €. Insgesamt war das Projekt also nicht wirklich billig. Vergleichbare Fußhocker kosten z.B. bei Wayfair zwischen 100 - 250 €. Den Pouf, den ich mir sonst gekauft hätte, gibt es dort für etwa 50 €. Insgesamt habe ich also etwa gleich viel ausgegeben, als hätte ich ihn fertig gekauft. Nur jetzt habe ich den selben Stoff, wie meine Sofakissen auf meinem Fußhocker. Das ist schon ziemlich cool.

Hier eine kleine Anleitung, wie ich beim Bau vorgegangen bin:

1) Zuerst habe ich die "Zarge" des Hockers gebaut und bezogen. Dazu habe ich vier Bretter (ca. 55 und 45 cm lang) zu einem Rechteck verschraubt und die Ecken jeweils mit einem 4,5 x 4,5 cm Kantholz verstärkt. Die Löcher habe ich dabei vorgebohrt. Als Auflagefläche für das Kissen habe ich dann noch zwei Leisten verschraubt.


2) Anschließend habe ich die Zarge bezogen. Dafür habe ich zunächst Volumenvlies an alle Seiten getackert und alles was überstand abgeschnitten. Die Kante wird übrigens nur bündig abgeschnitten und nicht doppelt gelegt. Dann habe ich einen Schlauch aus Flanell genäht. Dabei habe ich darauf geachtet, dass er breit genug war um sowohl oben als auch unten genug Überhang zu haben. Das Flanell wurde dann jeweils an der oberen und unteren Kante getackert. Es ist übrigens hilfreich den Stoff mit Stecknadeln zu fixieren, damit er nicht zu stark verrutscht. An den Kanten habe ich zuerst die Mitte fixiert und dann den Stoff darum versucht gleichmäßig zu verteilen.


3) Ich habe aus der Restekiste unseres lokalen Holzhandels ein Stück einer 20 mm Spanplatte mitgenommen und passend als Auflage für die Zarge zurechtgesägt und verleimt. Darauf habe ich dann die Schaumstoffplatte geklebt und bin wieder genauso vorgegangen wie bei der Zarge. Anschließend habe ich noch ein Paspelband hergestellt und um die Kante der Auflage getackert. Die musste ich leider noch einmal komplett entfernen, weil sie etwas zu weit nach hinten gerutscht war. Danach war ich mit dem Ergebnis aber durchaus zufrieden und habe die Auflage an die Leisten der Zarge geschraubt. Weil sich nun doch ein Zwischenraum gebildet hatte, habe ich noch einen Recht dünne Spanplatte dazwischen gelegt.



4) Die Füße des Hockers habe ich unbehandelt gekauft, weshalb ich sie noch mit drei Schichten Holzlasur behandeln musste. Dann war ich mit der Farbe zufrieden. Die Füße habe ich gleich mit Platte bestellt, um mir etwas Denkarbeit zu sparen. Deshalb mussten sie nur noch in die Ecken geschraubt werden. Alle Löcher habe ich dafür markiert und vorgebohrt.
Noch ein Tipp, falls ihr auch einmal ein solches Projekt angehen wollt: Passt auf, dass sich die Fäden des Stoffs nicht um den Bohrer wickeln... In dem Fall könnt ihr mit einem Schraubendreher den Bereich um das Bohrloch etwas freischaben.


Und so sieht das ganze nun aus (das Bild im Hintergrund wird noch aufgehangen ;)):


Ich finde, der Fußhocker kann sich durchaus sehen lassen!