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Montag, 20. März 2017

Die Blaue Lupine als einheimischer Eiweißlieferant

Weil ich eine sinnvolle Bereicherung meiner Fruchtfolge aus der Familie der Leguminosen brauchte und Soyabohnensaatgut für 27 qm zu bestellen eine extrem teure Angelegenheit geworden wäre, habe ich mich für den Anbau der Blauen Süßlupine entschieden.

Es handelt sich um eine essbare Sorte, welche mit den bitterstoffreichen Zierlupinen nahe verwandt ist. Sie sieht ähnlich aus und besitzt ebenfalls eine bodenverbessernde und tiefenlockernde Wirkung. Da ich nicht umgrabe, denke ich, dass diese spezielle Pflanze eine besonders gute Wahl ist.
Außerdem besitzt die Blaue Lupine eine recht kurze Kulturdauer. Gesät werden kann zwischen März und April, geerntet wird schon zwischen August und September.

Gut ist auch, dass bei einem Reihenabstand von ca. 15 cm bis zu 120 Pflanzen auf einen Quadratmeter passen. Diese werden auch nicht höher als 80 cm und werfen so relativ wenig Schatten auf die umliegenden Pflanzen. Bei dem tatarischen Buchweizen empfinde ich das nämlich als etwas störend. Dieser wird bis zu 150 cm hoch und beschattet das dahinter liegende Beet (die Milpa-Kultur) dann.
Wie bei allen Leguminosen bilden sich aus den Blüten Schoten. Darin entwickeln sich Samen von einem Durchmesser von etwa 8 mm. Weitere Informationen findet man auch auf Wikipedia.

Für mich ist wichtig, dass man aus den Süßlupinensamen allerhand herstellen kann. Zum Beispiel Mehl, Schrot und Milchersatz. Weil das Saatgut für 100 qm viel günstiger war als für kleinere Flächen habe ich extrem viel übrig. Damit wollte ich ein wenig herumexperimentieren.

Um Süßlupinenmilch herzustellen nimmt man 50 g Lupinenschrot und 500 mL Wasser, lässt es einige Stunden einweichen und pürriert es dann. Nachdem man die Stücke abgeseiht hat, ist die Süßlupinenmilch fertig. Weil das so aber etwas fade und zu stark nach Erbsen schmeckt, kann man vielleicht noch ein Süßungsmittel hinzufügen.
Da ich nur ganze Samen habe, habe ich die ganzen Körner einige Sekunden mit meinem Allzweck-Vorwerk-Gerät zerkleinert.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Beetbelegung 2017 - die Beete

Die jährlich wechselnden Beete sind besonders spannend und einem ständigen Wechsel unterworfen. Hier versuche ich über das Jahr mehrere Ernten aus einem Stück Land herauszuholen und gleichzeitig durch Mischkultur mit Kräutern und Blumen das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden. Um eine größere Vielfalt unterzubringen und verzehrbare Mengen zu produzieren habe ich die meisten Beete in der Mitte geteilt.
Langfristig werde ich wahrscheinlich auf die Beetumrandungen verzichten und einen Weg in der Mitte anlegen.

Im obersten Beet (3), werden auf der einen Hälfte (3.1) Zucchini/Gurken mit Zwiebeln und auf der anderen (3.2) Auberginen/Paprika/Physalis stehen. Das Beet soll vorbereitet werden, indem es großzügig mit Mulchkompost, Gesteinsmehl und Bodenaktivator (OSCARA) versorgt wird. Auf den Teil mit den Zwiebeln soll außerdem noch etwas Holzasche gestreut werden. Als Mischkultur kommen dann noch Salat und Basilikum (3.1) sowie einige Tagetes (3.2) hinzu. Im Oktober wird alles abgeerntet sein und durch eine dicke Mulchschicht auf den Winter vorbereitet.

Das zweite Beet von oben (2) wird auf der einen Seite (2.1) zunächst eine Feldsalateinsaat bekommen um dann sukzessive mit Rote Beete und (hoffentlich) Fenchel belegt zu werden. Dazu wird der auf dem Beet verbliebene Feldsalat einfach als Mulch auf dem Beet verbleiben. Die rechte Seite (2.2) wird im Frühjahr durch Lauch und ggf. Frühlingsziebeln und dann ab Mitte Mai mit Stangen- und Knollensellerie belegt. Das Beet bleibt bis in den November bestellt und wird anschließend mit einer Schicht aus Mulch (Dung) winterfest gemacht.

Beet 1 wird auf der linken Seite (1.1) mit drei Reihen Tomaten, unterpflanzt mit Kapuzinerkresse, belegt und auf der rechten Seite (1.2) größtenteils mit Kohl eingesät. Beet 1.2 ist das Beet, welches in der Zeit die größte Veränderung durchläuft. Hier kommen als erstes Knospenkohl mit Kopfsalat und Mizuna an die Ränder. Dann folgen in der Mitte Markerbsen (Aldermann) und je davor und dahinter Mangold und Romanesco. Wenn die Ränder im Mai / Juni abgeerntet sind folgen Buschbohnen. Sobald im Juni / Juli die Erbsen erschöpft sind folgt hier Rosenkohl. Dieser verbleibt über Winter auf dem Beet und wird dick gemulcht. Auf die Tomaten folgt eine Senfeinsaat über den Winter.

Die Gründüngung wird ab März durch den Buchweizen erbracht und im Milpa-Beet steht eine leicht abgewandelte Milpamischkultur. Ich habe mich dieses Jahr entschieden wieder drei Reihen Mais mit etwa 10 Hokkaido-, Blue Ballet- und Ölkürbissen anzubauen. Stangenbohnen werde ich aber nur in der hinteren Reihe legen, damit die Mengen überschaubar bleiben und dem Mais nicht zu viel Sonne entgeht.

Auf dem letzten Beet (4) stehen dann Möhren, Karotten und Pastinaken in Mischsaat mit Koriander, Dill, Radieschen und Salat. Am hinteren Rand des Beets (ganz unten) werden abwechselnd Dicke Bohnen und Zuckererbsen, mit Bohnenkraut für den Geschmack und gegen Schädlinge, stehen.