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Freitag, 2. März 2018

(Spät-)Fröste im Zitrusgewächshaus

Weil es jetzt doch noch einmal richtig kalt geworden ist, habe ich kurzer Hand eine Gewächshausheizung bestellt. Nachdem das Gewächshaus beim Sturm Frederike abgehoben hatte, sahen die Bäumchen zunächst noch recht gut aus. Mittlerweile lassen sie aber ganz schön die Blätter hängen und geben einen eher traurigen Anblick ab.
Für dieses Wochenende stand also an, die Äste ein wenig einzukürzen und die Heizung aufzustellen, um größere Schäden von unseren wertvollen Pflanzen abzuhalten.

 
Ich freue mich nämlich viel zu sehr darauf, im Frühjahr unter einem neu zum Leben erwachenden Zitronenbäumchen in Gartenbüchern zu blättern, als jetzt einfach aufzugeben.
Eigentlich hatte ich mich eh schon darauf eingestellt, einen Frostwächter aufstellen zu müssen und das vor allem viel früher im Winter. Da der Winter aber bisher auf sich warten lassen hat, habe ich diese Investition vor mir hergeschoben. In der letzten Woche hatte ich mir dann allerdings gewünscht, nicht so getrödelt zu haben...


Nun ist das wertvolle Stück also angekommen und thront, der Sicherheit wegen, auf einem Plattenstapel ganz in der Nähe der Zitrone. Damit hoffen wir, genügend Wärme erzeugen zu können, um die Pflanzen vor den nächsten 2-3 Wochen mit nächtlichen Minustemperaturen zu schützen.
Die Petroleumheizung soll angeblich bis zu 7 Tage brennen, ihre Wärmeleistung soll aber nur für etwa die Hälfte des Gewächshauses ausreichen. Sollten wir also bemerken müssen, dass wir mehr Wärme benötigen, werden wir nächstes Jahr eine zweite Heizung anschaffen.


Ein weiterer Effekt, den die zusätzliche Wärme mit sich bringt, ist die Möglichkeit, schon jetzt frühe Vorzuchten anzufangen. Weil Vorzuchten, wie ich finde, immer relativ zeit- und arbeitsintensiv sind, habe ich nur einige Kopfsalate und Frühkohl angesetzt. Beide können dann gegen Ende des März schon ins Freiland und blockieren den Platz nicht unnötig.
Außerdem wird der überwinterte Kopfkohl im Gewächshaus wohl nun ebenfalls einen guten Schuss machen können. Vielleicht können wir also schon im April, hübsche erste Köpfe ernten, wenn alle anderen grade erst loslegen :)

Freitag, 28. April 2017

Biowaffen gegen Wollläuse

Diese Woche ist endlich ein kleines Päckchen mit lebenden Insekten gekommen. Vor einiger Zeit hatte ich bei Neudorff biologische Schädlingsbekämpfung bestellt. Ich hatte nur mit australischen Marienkäfern gerechnet, habe aber die Marienkäfer und Florfliegen erhalten. Beide kann man im Gewächshaus sehr gut gebrauchen und ich bin gespannt, ob sie meinen Olivenbaum retten.

Was mich etwas ängstlich stimmt ist, dass es für die Insekten mindestens 16 °C warm sein sollte. Zur Zeit ist es aber noch etwas wechselhaft und nachts wird es mit unter noch 1 °C kalt. Da ich die Tierchen allerdings noch am selben Tag aussetzen sollte, muss ich das Risiko wohl akzeptieren.

Die Verpackungen sehen recht unscheinbar aus, beim Auspacken habe ich aber schon eine kleine Florfliegenlarve gesehen. Als erstes habe ich dann auch die Florfliegen in die Freiheit entlassen. Die sind leider sehr klein und deshalb schwer zu fotografieren. Kurz nach ihrer Freilassung habe ich dann aber auch schon einige auf der Olive rumflitzen sehen.



Etwas später habe ich dann auch die australischen Marienkäfer rausgelassen. Auf der Anleitung stand man solle das Röhrchen einfach über der Pflanze ausschütten. Das konnte ich aber nicht über mich bringen, also habe ich die Käfer einzeln auf die Lausnester gesetzt. Danach haben sie sich auch direkt über die Läuse hergemacht. Ich bin sehr gespannt, ob sie sich im Gewächshaus etablieren können / wollen und ob sich die Wollläuse davon beeindrucken lassen.




Freitag, 17. Februar 2017

Kaufrausch im Ausverkauf

Am Mittwoch (15.02.2017) war ich beim Räumungsverkauf eines lokalen Pflanzencenters. Auf alle Pflanzen gab es 80 % Rabatt und auf alles andere 60 %. Ein Traum für jeden passionierten Gärtner und ich war im Himmel. Ich habe mich sehr bereitwillig zu einigen Käufen von einer sehr kompetenten Verkäuferin verleiten lassen und bin nun um einige Pflanzen reicher.

Zitronenbaum
Die beste Ausbeute gab es im Bereich der mediterranen Pflanzen für das neue Gewächshaus. Ich konnte einen 180 cm Zitronenbaum zu einem Spottpreis (25,80 €), einen ca. 100 cm hohes Mandarinenstämmchen (8,00 €) und einen etwa gleichgroßen Olivenbaum (5,40 €) bekommen.
Außerdem konnte ich noch eine Johannisbeere, eine Himmbeere und eine Feige für zusammen 8,60 € absahnen.
Alles außer Him- und Johannisbeere steht zur Zeit noch im Gewächshaus und wartet auf die Fertigstellung des zweiten Gewächshauses oder das Frühjahr. Die Himbeere konnte ich noch einpflanzen bevor es dunkel wurde und für die Johannisbeere habe ich gestern extra noch etwas Platz im Garten geschaffen.
Feige

Olivenbaum
Für die Citrusfrüchte habe ich auch gleich einen Eisendünger mitgenommen und von der Verkäuferin den Tipp bekommen zwei Wochen nach der Gabe dieses Düngers den Zitruspflanzen noch etwas stickstofflastigen Rasendünger zu verpassen. Ob das hilft werde ich im Sommer herausfinden. Sie war sehr überzeugt von meiner Idee die Bäume im neuen Gewächshaus auszupflanzen und auch die Kompostheizung fand sie sinnvoll und ausreichend.
Weil Zitrusfrüchte aber etwas anfällig für Schädlinge sind, habe ich mir gleich zwei (60 % reduzierte) Bestellgutscheine für Nützlinge von Neudorff mitgenommen. Das Prinzip ist einfach und genial. Man bezahlt die Nützlinge und wenn man einen Schädlingsbefall feststellt kann man sich aus einer Auswahl von Nützlingen den passenden auswählen. Die beigelegte Karte wird ausgefüllt an Neudorff geschickt und die schicken einem dann die Nützlinge, sofern die Außentemperaturen zwischen 5 und 35 °C liegen.

Das Saatgutregal war leider schon ziemlich geplündert und ich konnte nur noch mit Bärlauch und Pimpinelle etwas anfangen. Beides allerdings gute und interessante Kräuter, die ich gerne in meinem Garten etablieren würde.

Himbeere
Johannisbeere
Mandarinenbaum
Außerdem konnte ich noch ein Spalier finden, welches meinen Gurken als Rankhilfe im Gewächshaus dienen soll und ein Frühbeet mit 60 x 100 cm. Beides zusammen hat mich nur 12,99 € gekostet. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass das Frühbeet kein Fehlkauf war. Am Wochenende will ich es einmal aufbauen um seine Qualitäten zu prüfen und ggf. schon in Betrieb zu nehmen.

Sonntag, 5. Februar 2017

Maracuja - Passiflora quadrangularis

Für mich ist der Winter eine Durststrecke. Besonders jetzt denke ich über mediterrane Früchte und laue Sommernächte nach. Als Inbegriff mediterraner Früchte gelten Zitrusfrüchte und Oliven. Da wir in Kürze ein zweites Gewächshaus bekommen, welches noch dazu wesentlich hübscher aussieht und die Kompostheizung auch bei den üblen Minusgraden dieses Winters super funktioniert, rückt der Traum einer eigenen Orangerie in greifbare Nähe

Da es noch lange nicht so weit ist, bleibt mir nur, Pläne zu schmieden.
Eine winziges Zitronenbäumchen und eine kleine Kumquat besitze ich schon. Beide Pflanzen überwintere ich bereits im zugigen Gewächshaus. Die Citrussorte Yuzo soll ebenfalls sehr kälteverträglich sein und wäre eine nächste Errungenschaft. Da ich Freunde mit einem enormen Olivenbaum habe, würde ich versuchen zwei Oliven über Stecklinge zu vermehren.
Samen am 22.01.2017

Noch exotischer ist wohl nur Maracujas aus dem eigenen Garten zu ernten. Zusätzlich sehen die Blüten unglaublich schön aus.
Um einen weiteren Grundstein für meine mediterrane Orangerie zu legen habe ich am 22.01.2017 fünf Samen einer Maracuja in eine Zitronenwasserbeize eingelegt. Eigentlich nimmt man dafür Orangensaft, den hatte ich aber gerade nicht da. Darin "gammeln" die Samen jetzt erst einmal die nächsten zwei Wochen auf der Heizung buchstäblich vor sich hin. Dann möchte ich die Samen in Kokoserde keimen lassen. Das soll zwischen zwei und vier Wochen dauern. Danach geht es wohl recht schnell.


Letztes Jahr hatte ich es geschafft zwei Samen zum keimen zu bewegen. Die habe ich dann über Sommer im Gewächshaus ziemlich vernachlässigt. Eine wollte nicht weiter wachsen und die andere wurde massiv wahrscheinlich durch Raupen geschädigt und scheint den Winter nicht zu überleben. Noch habe ich die Hoffnung nicht gänzlich aufgegeben und werde die Pflanze noch bis zum Frühjahr dort stehen lassen. Ich hatte gelesen, dass manche Sorten wieder aus dem Wurzeln austreiben und möchte natürlich nicht zu früh aufgeben.

Freitag, 3. Februar 2017

Traumgewächshaus

Mein Traumgewächshaus soll dieses Jahr aufgestellt werden. Darin möchte ich gerne versuchen meinen Traum einer kleinen Orangerie mit allerhand exotischen und mediterranen Pflanzen umzusetzen.

Bepflanzungsplan des neuen Gewächshauses
Dazu darf es im Inneren nicht für längere Zeit weniger als 0 °C kalt sein und vor allem darf der Boden nicht durchfrieren. Um dies zu erreichen werde ich Steine aus den Beeten sammeln und um die Pflanzen verteilen, damit sich die Erde schneller erwärmt. Zusätzlich wird das Bodenniveau etwas angehoben und der Boden mit einer Mulchschicht abgedeckt werden. Die Erhöhung des Bodenniveau soll es ermöglichen, dass sich der Boden schnell erwärmt und keine Staunässe entstehen kann. Durch die Steine soll einerseits im Winter ein zusätzlicher Frostschutz geschaffen und andererseits im Sommer das Wasser besser im Boden gehalten werden. Zusätzlich wird über den Winter ein Komposthaufen im Inneren des Gewächshauses errichtet werden. Erfahrungsgemäß gibt dieser genug Wärme für einige kalte Wochen ab und viel mehr haben wir bei uns nicht. Sollten weitere Maßnahmen notwendig werden, wird wohl eine Tontopfheizung oder ein Frostwächter aufgestellt.

Gelb habe ich die Zitrusfrüchte bzw. ihre Platzhalter, blau den tropischen Exot Maracuja, grün gut an die Wetterbedingungen angepasste mediterrane Pflanzen und braun asiatische Pflanzen markiert. Die Pflanzen, für die ein Platzhalter eingezeichnet ist, besitze ich noch nicht bzw. habe keine Quelle. Eine Yuzo Zitrone wäre eine Idee. Diese sollen für (genießbare) Zitruspflanzen eine besondere Kältetoleranz aufweisen.
Die Kräuter sollen zur Unterpflanzung dienen und den Platz effizient auszunutzen und damit es hübsch aussieht.

Der Rest des Gewächshauses soll traditionell genutzt werden. Also im Frühjahr zur Unterstützung der Anzucht, dann durch wärmeliebende einjährige Pflanzen und im späten Herbst für Wintergemüse. Sobald das Frühjahr anbricht können dann Warmbeete angelegt werden.