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Dienstag, 8. Mai 2018

Gartenrundgang Ende April 2018

Es ist genau wie ich erwartet hatte sich in den zwei Wochen von Mitte April bis Ende April der ganze Garten total verändert.


Plötzlich kann man die ersten Früchte an fast allen Sträuchern und Bäumen erkennen. Die Erdbeeren stehen voll in Blüte und uns läuft bei jedem Gang durch den Garten das Wasser im Munde zusammen. Trotzdem dauert es noch einige Wochen bis die ersten Früchte reif sind.


Besonders stolz bin ich dabei auf die Fruchtansätze unseres neuen Pfirsichbaumes und des frühen Birnenbaums. Beides sind Bäume, die für hohe Kulturansprüche bekannt sind und deshalb in Kleingärten häufig keinen Platz finden.

Außer bei den Auberginen sind wir auch mit den Vorzuchten dieses Jahr sehr gut vorangekommen. Wir haben einen Großteil unseres Solls erfüllt und können deshalb dem Sommer entspannt entgegensehen.
Aufgrund der geringen Menge Saatgut bei vielen Bohnensorten und der Tatsache, dass einige wahrscheinlich zu alt sind um noch zu keimen, habe ich mich auch bei vielen Bohnen für eine Vorzucht entschieden. Bisher scheint alles in guter Verfassung zu sein und wartet nur darauf Mitte bis Ende Mai endlich ausgepflanzt zu werden.

Die Tomaten habe ich schon rausgesetzt, da die Eisheiligen dieses Jahr wieder sehr mild sein sollen. Sie haben das Umsetzen gut verkraftet und werden nun bald wieder an Schnüren hochgeleitet. Dieses Jahr haben wir ein neues Dach aufgebaut, welches leichter zu montieren ist und eine höhere Lebenserwartung besitz. Wie es sich bewährt, wird sich noch zeigen.

Wirklich unschön ist allerdings, dass wir auch dieses Jahr wieder eine Erdflohplage haben. Alle meine Kohlsetzlinge scheinen deshalb eher rückwärts zu wachsen. Ich habe es nun mit einer Direktsaat versucht, werde fleißig Harken, Gießen, Salat einsäen und wieder etwas Kieselgur und Gesteinsmehl verstreuen. Die frühe Kohlernte kann ich aber wohl vergessen... Schade.

Ich vermisse bisher außerdem die blaue Süßlupine. Letztes Jahr war sie extrem schön und fast lückenlos gekeimt. Nachdem ich jetzt schon eine zweite und dritte Aussaat vorgenommen habe, konnte ich aber immer noch keine kleinen Keimlinge finden. Schade wäre es besonders jetzt, wo Hühner in den Garten einziehen. Die würden sich über die gesunden Proteine sicher freuen.

Bei den Kartoffeln können aber schon richtige Fortschritte beobachtet werden. Die Frühkartoffeln sind bereits einmal gehäufelt worden und auch alle geäugelten Kartoffeln machen sich richtig gut. Ich bin froh darüber, die Blauen Schweden doch noch nicht aufgeben zu müssen.

Für dieses Jahr war geplant eine neue Buchweizensorte anzubauen, den "Echten Buchweizen". Leider lässt auch dieser sich noch nicht blicken. Allerdings hat sich von letztem Jahr ausreichend Kapuzinerkresse selbst ausgesät und ich werde das Beet nun einfach damit überwuchern lassen. Sie entzieht dem Boden ebenfalls nur geringe Mengen Nährstoffe und bedeckt ihn zuverlässig. Weil nicht ausreichend Saatgut vorhanden war habe ich außerdem ein paar Reihen Linsen ausgesät. Vielleicht wird es dieses Jahr etwas mehr als nur zur Saatgutvermehrung reichen.

Aber das Gartenjahr hat ja grade erst so richtig angefangen und wir werden auch so sicher wieder genug ernten können, um nicht vom Supermarkt abhängig zu sein.

Samstag, 14. April 2018

Gartenrundgang Mitte April 2018



Normalerweise mache ich erst am Ende jeden Monats einen Gartenrundgang. Im April tut sich aber so viel im Garten, dass ich mir überlegt hatte noch einen kleinen Rundgang einzuschieben. Zusätzlich fahren wir für eine Woche in den Urlaub und müssen nun einige Vorbereitungen treffen, um nicht eine Woche später wieder bei 0 anzufangen.

Was noch Ende März aussah wie ein nie enden wollender Winter, ist einem wunderschönen und vielversprechenden Frühling gewichen. Fast alle Pflanzen sind aus ihrer Winterruhe erwacht und lassen in uns große Hoffnungen keimen. Jedes Mal wenn ich an den frisch ausgetriebenen Himbeeren und unserem Erdbeerfeld vorbeigehe, läuft mir jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. Wahrscheinlich kann sich kaum einer, der solche Früchte noch nie frisch vom Strauch gepflückt hat, vorstellen welches Geschmackserlebnis sich darin verbirgt. Für mich etwas, auf das ich nicht mehr verzichten möchte.

 

Auch unsere Neuankömmlinge unter den Beeren, die weißen und schwarzen Johannisbeeren, haben sich sehr gut eingewöhnt und treiben nun fleißig aus. Ob wir dieses Jahr schon ernten können, bleibt allerdings noch fraglich. Total überrascht haben uns die Sibrischen Maibeeren. Obwohl ich häufig gelesen hatte, dass sie erst nach Jahren zum ersten mal tragen und dann auch oft nur, wenn gute Befruchtersorten gewählt wurden, habe ich an allen unserer drei Sträucher Mini-Maibeeren entdeckt. Noch sind sie klein und grün, aber in etwa einem Monat werden wir wohl unsere erste Maibeere verköstigen können.
Mittlerweile blühen aber auch die Johannis-, Blau- und Stachelbeeren. Wenn uns dieses Jahr Spätföste erspart bleiben, werden wir wohl endlich Beeren im Überfluss haben. Sogar die Apfel- und Birnenbäume blühen dieses Jahr zum ersten mal vielversprechend.


Die Gemüsebeete füllen sich in rapidem Tempo mit verschiedene Arten von Zwiebeln und Knoblauch. Erbsen, Zuckererbsen, Salat, Frühkohl, Mais, Möhren, Dicke Bohnen, Pastinaken, Süßlupine, Kartoffeln und Radieschen sind schon an ihrem Bestimmungsort. Die wärmeliebenden Kulturen folgen dann entweder Ende April oder Mitte Mai, je nach Ansprüchen und Wetterlage.
Weil jetzt die Kulturen auf ihren Platz in den Beeten drängen und wir natürlich auch so schnell wie möglich erste Ernteerfolge haben wollen, müssen nun die Beete komplett fertiggemacht werden. Hinzu kommt die Maintenance für bereits gesäuberte Bereich, denn die mühevolle Arbeit der letzten Wochen soll ja nicht vergebens investiert worden sein. Zum Glück ist es ungleich leichter Unkraut in gut abgetrockneten und relativ sauberen Beeten zu entfernen.


Um für unseren Urlaub vorzusorgen müssen nun alle Vorzuchten, bei denen es schon möglich ist, ausgepflanzt werden. Dazu gehören auch die für das Gewächshaus bestimmten Tomaten. Alles was ausgepflanzt ist, verbraucht kein Gießwasser und hat die Möglichkeit sich selbst zu versorgen.
Besonders klug kam ich mir vor, als ich mir zusätzlich überlegt habe, genau einen Tag vor Antritt unseres Urlaubs damit zu beginnen, die Kürbisgewächse vorzuziehen. Das soll in unserem Balkongewächshaus passieren. Ich habe mir überlegt, dass zum Zeitpunkt unserer Rückkehr die Samen aufgegangen sein werden und dann erst wieder Pflege und Zuneigung brauchen. Also nutze ich meine Abwesenheit um die unspannende Zeit meiner Anzuchten zu verpassen und gleich bei meiner Rückkehr mit den wichtigen Aufgaben weitermachen zu können.

Besonders gut gelaufen ist, dass wir eine Samen- und Pflanzentauschbörse einen Tag vor Abflug in Neuss haben und ich dort schon einige überzählige Anzuchten loswerden kann. Dort will ich auch einige Aloe Vera-Stecklinge loswerden, die sich im Topf meiner Mutterpflanze breitgemacht haben. Es wäre schade, sie einfach wegschmeißen zu müssen, wenn andere vielleicht genau solche Pflanzen haben wollen würden.
Mir kommt diese Börse sehr gelegen, da wir so unsere überzähligen Pflanzkartoffeln und das von uns geerntete Saatgut nicht verkommen lassen müssen und vielleicht noch das ein- oder andere nützliche für uns dabei erstehen können.

Montag, 9. April 2018

Wir machen das Gewächshaus fit für den Frühling

Bald ist es schon wieder soweit. Unsere Gewächshäuser können bzw. müssen bald bezogen. Unsere Tomaten sollen am 15.04. einziehen, um unsere Fensterbänke zu entlasten. Damit sich die Erde schon vorher etwas setzen kann und nur noch etwas Hühnerdung eingearbeitet werden muss.
 
Da es im Winter in den unbesetzten Flächen ziemlich trocken wird, hatte es das Unkraut wohl schwer. Es gab kaum etwas zu entfernen, sodass ich die Erde hauptsächlich lockern musste. Dafür habe ich die Reste des Tomatenmulchs erst entfernt, gut durchgehackt und dann etwas frische Erde verteilt. Wir haben leider noch nicht genug Kompost um all unsere Beetflächen zu versorgen (wir arbeiten daran). Anschließend habe ich noch etwas von dem alten Tomatenmulch auf der frischen Erde verteilt.
 
 



Mein Vater hält einige Hühner, sodass ich an den wahrscheinlich besten Tomatendünger komme ohne dafür etwas zahlen zu müssen. Damit es nicht zu scharf für die Wurzeln der kleinen Tomatenplänzchen ist, verteile ich ihn dünn auf der Fläche und wässere dann gut. Das ist auch wichtig, um den Wassergehalt der Erde wieder auf ein für die Tomaten ausreichendes Maß zu bringen.

Dann sollen neben den Tomaten einige Chilis und unsere überwinterten Physalis einziehen. Die andere Seite wird noch durch die Wintersalate in Beschlag genommen. Die Überwinterung des Kohls hat dieses Jahr nicht so gut funktioniert. Durch den warmen Winter und den Wintereinbruch im März sind sie nun alle geschossen. Sie kommen also auf den Kompost oder werden benutzt wie wir sie noch brauchen können.

Unser Zitrusgewächshaus ist immer noch produktiv und ich werde es deshalb erst Ende April, also nach unserem Urlaub, für den Sommer fertig machen.
Was sich wirklich bewährt hat ist der Spinat, den wir immer wieder über den Winter und auch jetzt noch pflücken können. Wir werden deshalb auch im kommenden Herbst unsere Gewächshäuser mit vorgezogenem Spinat, Salat und Kohl versorgen. Toll ist auch die Petersilie, die sich nun "wild" im Gewächshaus ausbreitet und auch im Winter wertvolle Vitamine liefert.


Sonntag, 30. April 2017

Gartenrundgang April 2017

Der April ist nicht nur die Zeit, wo das Unkraut sein Wachstum verdreifacht, auch Beeren und Gemüse machen wahre Sprünge. Für uns hat der April einige Rückschläge gebracht, aber im Großen und Ganzen haben wir große Fortschritte gemacht. Ein erster Blick auf meine Tabellen hat gezeigt, dass wir bei kaum einem Gemüse unseren Soll erreicht haben. Wie vorher schon beschrieben, ist es schwer den eigenen Bedarf zu errechnen. Wir nähern uns also mit der Trial-and-Error Methode an unseren tatsächlichen Bedarf.


Wirklich großartig ist es zu sehen wie alles wächst. Die Artischocke hat nicht nur den Winter überlebt, sondern sich auch noch vermehrt. Es sind mittlerweile etwa vier Pflanzen, die diesen Herbst getrennt werden müssen. Auch unsere Obstbäume scheinen große Fortschritte zu machen. Die Wildquitte wird hoffentlich bald blühen und einer unser drei Apfelbäume hat auch seine ersten Blüten geöffnet.
Sogar der zweite Ewige Kohl scheint sich wieder zu berappeln, der Waldmeister schreit förmlich danach in einer Bowle verarbeitet zu werden und unser Lieblingsgrünkohl wird extrem viel Saatgut abwerfen.




Ein besonders heikles Thema nach den Nachtfrösten sind die Beeren. Während unsere alten Erdbeeren sich wirklich gut machen, scheinen unsere neuen irgendwie rückwärts zu wachsen. Wir werden sehen, ob sich vielleicht noch etwas an dieser Entwicklung ändert. Dafür machen unsere Heidel-, Him- und Stachelbeeren wahre Sprünge. Ich bin mir sicher, dass wir schon dieses Jahr eine sehr gute Ernte haben werden und bin gespannt, ob wir die ambitionierten Ziele erreichen können, die wir uns gesetzt haben.
Schade ist, dass die bestellten Gojibeeren immer noch extrem traurig aussehen und dass der Frost unserer Johannisbeere ganz schön zugesetzt hat. Hoffnung gibt uns besonders unsere Weinrebe. Sie scheint sich langsam von den späten Frösten zu erholen und hat schon wieder einige Blätter produziert.






Auch im Gemüsegaten tut sich einiges. Obwohl man noch nicht so viel sieht, wächst das meiste doch stetig und gesund. Einige freche Vögel haben uns unsere Erbsen abgefressen und damit einen ganz schönen Schaden angerichtet. Aber noch ist es nicht zu spät und ich hoffe, dass wir durch Nachsaaten noch genug über den Berg bekommen um einiges trocken, einfrieren und direkt roh essen können.



Weil wir wirklich kein Glück mit Sellerie und Lauch hatten, musste ich schweren Herzens beides kaufen. Da ich eine Mischkultur aus diesen beiden Pflanzen auf einem meiner Beete habe, wäre es sonst leer geblieben. Jetzt wo die Pflanzen gekauft sind, zeigen sich unsere kümmerlichen Aussaaten allerdings plötzlich von ihrer besten Seite.

Wirklich aufregend ist und bleibt unsere neue Pilzzucht. Noch hat sich nichts getan, weil das Myzel das Stroh noch durchwachsen muss. Sobald sich etwas zeigt, werde ich sofort Fotos schießen.


Im Gewächshaus zeigen sich die wärmeliebenden Pflanzen von ihrer besten Seite. Alles wächst stetig und lässt uns hoffen, dieses Jahr bessere Ernten erwarten zu können als letztes Jahr. Besonders stolz bin ich auch die Auberginen, die sich letztes Jahr wirklich schlecht entwickelt hatten. Jetzt kann ich nur hoffen, dass der Mai schön wird und sie das verpflanzen gut vertragen werden.







Aufregend bleibt er bei den Zitrusfrüchten. Bei der Zitrone habe ich seid einiger Zeit kein Wachstum mehr feststellen können. Einige zusätzliche Blätter würden ihr sicher gut tun. Deshalb habe ich mit der Düngung begonnen in der Hoffnung, dass sich bald neues Wachstum einstellt.
An der anderen Zitrusfrucht haben sich schon einige kleine Fruchtansätze gebildet und wir werden wahrscheinlich bald herausfinden um was für eine Pflanze es sich handelt.
Der Olivenbaum kämpft leider nach wie vor gegen die Wolllausinvasion. Zwar hatten sich Anfang des Monats einige junge Triebe gezeigt, aber es bleibt abzuwarten, ob diese den Schädlingsbefall überstehen.