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Mittwoch, 3. Mai 2017

Das Tomatenhaus wird bezogen

Es ist endlich so weit. Meine Tomaten, die für das Tomatenhaus bestimmt sind, haben drei bis vier Blattpaare und können an ihren finalen Platz gepflanzt werden.
Außerdem habe ich mich entschieden einige Auberginen, Chili und Paprika zur Sicherheit dazu zu pflanzen. Zusätzlich sollen einige Basilikumpflanzen unter die Tomaten gesetzt. Angeblich verbessern sie das Aroma der Tomaten und fördern ihre Gesundheit.
Eigentlich war es geplant, dass die Physalis dieses Jahr auch in das Tomatenhaus kommen. Die haben sich dieses Jahr aber noch nicht blicken lassen, weshalb wir wohl auch sie verzichten müssen.

Damit mehr Pflanzen in das Tomatenhaus passen, haben wir es vor einigen Wochen neu organisiert und einen winzigen Weg eingezogen. So konnten wir das Erdlevel etwas anheben, um die Drainage zu verbessern. Angeordet sind die Tomaten in einer Art Schachbrettmuster, wobei immer ein Feld besetzt und eines ausgelassen. Dadurch passen mehr Tomaten in das Gewächshaus.



Um die Pflanzen zu stabilisieren werden sie bis zum ersten Blattpaar eingegraben und später an Schnüren hochgeleitet. Die Schnüre haben sich besonders letztes Jahr bewährt, da wir fast ausschließlich Tomaten anbauen, die indeterminiert wachsen. Also nicht in ihrem Höhenwachstum gehemmt sind. Deshalb werden sie später nicht nur ausgegeizt, sondern auch entspitzt.

Bisher machen sich alle ausgepflanzten Tomaten sehr gut. Sie scheinen keinen größeren Schock erlitten zu haben und welke Blätter konnte ich auch noch nicht entdecken. Sobald sich erste Blüten entdecken lassen, werden wir vorsichtig anfangen zu düngen. Dazu haben wir schon einige Liter Brennesseljauche angesetzt.
Zwischen den Pflanzen wurde schon mit Rasenschnitt gemulcht, wodurch sich hoffentlich auch an warmen Tagen die Feuchtigkeit gut im Gewächshaus hält. Tomaten mögen zwar keine hohe Luftfeuchtigkeit, aber zu sehr austrocknen sollten sie auch nicht.


In einem Artikel auf growveg.co.uk habe ich aber gelesen, dass ein bisschen Stress bei der Fruchtproduktion gar nicht so schlecht sein soll. Dadurch werden die Früchte wohl aromatischer. Also werde ich wie immer nicht zu zimperlich mit den Pflänzchen umgehen. In ihrem jetztigem Stadium sollten sie allerdings noch etwas verhätschelt werden.

Freitag, 21. April 2017

Nachtschattengewächse pikieren

Die arbeitsintensivsten Pflanzen in unserem Garten sind Nachtschattengewächse. Sie brauchen viel mehr Aufmerksamkeit als alle anderen Pflanzenfamilien und wie jedes Jahr nehmen wir diesen Mehraufwand nur allzu gerne in Kauf. Zu der Familie der Nachtschattengewächse zählen unter anderem Tomaten, Paprika, Chilis, Physalis und Auberginen. Kartoffeln gehören übrigens auch zu dieser Familie.

Alle aufgeführten Vertreter sehen in ihren Anfangsstadien extrem ähnlich aus, sogar die Kartoffeln, sofern man sie aus Samen anzieht. Auch danach sind ihre Ansprüche recht ähnlich. Sie vertragen keinen Frost, sollten ab spätestens Mitte März im Warmen vorgezogen werden und dann werden sie zwei mal pikiert. Zum ersten mal wenn sich das erste echte Blattpaar zeigt und dann sobald ihr erstes Gefäß durchwurzelt ist. Danach werden sie ins Freiland oder ins Gewächshaus gepflanzt.

Am Beispiel meiner Chilis wollte ich dies mal demonstrieren. Aber wie das so ist, habe ich viel zu lange gewartet. Alle Chilis hatten schon zwei echte Blattpaare. Trotzdem habe ich einige Bilder eingefügt.
Bei allen Jungpflanzen ist es wichtig, die Wurzeln nicht zu sehr zu beschädigen. Deshalb wird die Erde mit einem Pikierstab oder einem Bleistift von unten gelockert und die Pflanze an den Blättern (nicht dem Stamm) aus der Erde gezogen. Der Stamm sollte nicht angefasst werden, da man ihn sonst leicht quetschen könnte und so den Flüssigkeitsfluss beeinträchtigen könnte.
Anschließend wird die Jungpflanze in das neue Pflanzgefäß gesetzt. Dazu werden die Wurzeln möglichst grade in eine kleine Vertiefung gehalten und vorsichtig mit Erde aufgefüllt. Zum Schluß sollten die kleinen Pflanzen etwas angedrückt und dann ausgiebig gewässert werden.



Bei der Vorgehensweise beim Einpflanzen gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den einzelnen Vertretern der Nachschattengewächse.
Während Tomaten tief gepflanzt werden, bis zum ersten Blattpaar, um ihre Stabilität zu erhöhen, sollten Paprika und Chili auf keinen Fall tiefer als ursprünglich gepflanzt werden. Sie können dann am Stamm rotten und die ganze Arbeit wäre umsonst.
Bei Auberginen scheiden sich die Geister. Ich persönlich pflanze sie ein kleines bisschen tiefer als ursprünglich, weil sie dann stabiler erscheinen. Physalis handhabe ich genauso.