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Donnerstag, 27. Juli 2017

Das Obstspalier ist fertig!

Bisher hatten wir für unsere Spalierobstbäume nur eine Behelfslösung. Doch Schritt für Schritt konnten wir die alte, wackelige, extrem provisorische und viel zu niedrige Konstruktion durch eine stabile Variante ersetzen, die uns nun endlich die Möglichkeit bietet, unser Spalierobst richtig zu erziehen und einen effizienteren Sichtschutz zu generieren.

Zunächst hatten wir das Beerenspalier errichtet. Dafür hatten wir bereits alles Nötige im Garten, außer die Abspanner. Dann ist uns aufgefallen, dass wir für das zweite Spalier nur noch wenige Stangen brauchen und wenn wir den letzten Pfosten des Beerenspaliers nutzen würden, sogar nur noch etwas Draht und die entsprechenden Abspanner benötigen.

In einer kurzen und schmerzlosen Aktion haben wir dann das Obstbaumspalier an das Beerenspalier angeschlossen und die Äste entsprechend angebunden. Wir haben eine Gesamthöhe von 230 cm gewählt und sechs Etagen mit je 30 cm Abstand zueinander eingezogen.
Das Sortieren der Äste war bitter nötig, denn die Bäume sind dieses Jahr stark gewachsen und haben viele Äste ausgebildet, die entfernt oder eingekürzt werden mussten bevor sie zu stark verholzen. Die Erziehung am Spalier bringt es mit sich, dass man einige Äste leicht verbiegen muss. Dazu ist es sinnvoll mit der Erziehung zu starten solange die Äste noch junge und flexible sind, sodass der Baum nicht durch das Abbrechen von Ästen zusätzlich gestresst wird.














Außer dem Anbinden an das Spalier haben wir die Triebe an den Hauptästen etwas eingekürzt. Dazu haben wird nach der vierten oder fünften Blattachsel mit einer scharfen Schere ein schräger Schnitt gemacht. So bleibt auf den Schnittflächen kein Wasser stehen und die Wunde belastet den Baum nicht zu sehr. Zusätzlich haben wir alle vom Leittrieb abgehenden Triebe weggeschnitten, die nicht auf die Stufen des Spaliers passten.

Kommendes Jahr erhoffen wir uns die ersten Früchte an den Obstbäumen. Sie sind letztes Jahr relativ wenig gewachsen und haben hoffentlich dafür sehr gut gewurzelt. Der Erziehungsschnitt vergangenen Winter hat mich viel Überwindung gekostet, allerdings weiß ich natürlich um seine Notwendigkeit und bin stark gebliegen. Wenn wir nächstes Jahr für den Schnitt durch einige leckere und gesunde Äpfel belohnt würden, hätte sich die Überwindung gelohnt und die Arbeit, die in die Anschaffung und Errichtung des Spaliers sowie der Bäume geflossen ist.

Freitag, 24. März 2017

Gartenrundgang März 2017

Ich hatte mir überlegt jeden Monat einen kleinen Gartenrundgang online zu stellen. Dadurch hat man einem besseren Überblick über das was sich verändert und das finde ich immer besonders interessant.
Noch sieht alles recht kahl aus, aber wenn man einen genaueren Blick auf die Beete, Bäume und Sträucher wirft, sieht man, dass bereits vieles zu Leben erwacht ist.

Auf der Kräuterspirale tut sich jeden Tag ein bisschen was und wenn man einige Tage nicht im Garten war, glaubt man kaum, dass sich Pflanzen in so kurzer Zeit verdoppeln können. Riesensprünge machen grade vor allem Ysob, Baldrian und Bärlauch.

Der Mandelbaum blüht mittlerweile und der Pfirsichbaum scheint kurz davor zu stehen. Zwischen den Obstbäumen hatte ich im Herbst einige Blumenzwiebeln gepflanzt und heute habe ich die erste Blüte gesichtet. Darüber bin ich besonders froh, weil ich es bei unseren Nachbarn letztes Jahr bewundert habe.


Auch die Artischocke ist schon wieder aus dem Winterschlaf erwacht. Leider sind drei weitere nicht mehr erwacht und müssen dringend ersetzt werden.

In den Frühbeetkästen wachsen die ersten Kohlpflanzen auf dem Kohlacker. Noch sind sie geschützt, aber bald möchte ich die Kästen entfernen und die zarten Pflänzchen der harten bösen Welt aussetzen. Ihr naher Verwandter, der Ewige Kohl, scheint das Wetter sehr zu genießen und breitet sich schon über seinem Beet aus


Auf dem Streifen, der zu einem Feldweg hinzeigt, haben wir einige Veränderungen vorgenommen. Dort haben wir zum Beispiel ein Rankgerüst für unsere Minikiwi gebastelt, welche vor Kurzem gepflanzt wurde.
Daneben ist das "saure Beet" mit den Cranberries und Heidelbeeren. Besonders unser "Doppelernter" zeigt schon enormes Wachstum.

Auch unsere neu gepflanzten Johannisbeeren präsentieren sich in frischem Grün und es scheint, als würde der winzige Sanddorn, der letztes Jahr gepflanzt wurde, auch noch leben.
Natürlich ist das nicht alles, auch die Jostabeere, die wir vom Komposthaufen gerettet haben, sieht plötzlich richtig gesund aus und die Stachelbeeren haben fast alle schon Grün angesetzt.

Da wir dieses Jahr unbedingt Erdbeeren mit verbesserten Eigenschaften haben wollten, habe ich 12 Pflanzen gekauft, die den ganzen Sommer über tragen sollen. Diese sind als Ergänzung zu den Erdbeeren gedacht, die zwar reich tragen, aber nur über einen kurzen Zeitraum.


Besonders schlecht auf den Fotos zu sehen, aber besonders toll, sind die Dicken Bohnen in Mischsaat mit den Zuckerschoten. Beide scheinen solide gekeimt und nicht von den Vögeln oder Wühlmäusen gegessen worden zu sein, sodass sie schon bald eine reiche Ernte produzieren werden.

Für die Bepflanzung der restlichen Gemüsebeete ist auch schon gesorgt. Im Gewächshaus stehen unmengen junger Pflänzchen, die nur darauf warten, endlich ins Freiland zu dürfen. Außerdem keimt dort eine frühe Mischsaat von Radieschen, großblättriger Kresse und etwas Salat. In etwa einem Monat muss all das geerntet sein, damit die Sommerbepflanzung einziehen kann. Aber bis dahin muss noch einiges passieren...