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Freitag, 24. März 2017

Gartenrundgang März 2017

Ich hatte mir überlegt jeden Monat einen kleinen Gartenrundgang online zu stellen. Dadurch hat man einem besseren Überblick über das was sich verändert und das finde ich immer besonders interessant.
Noch sieht alles recht kahl aus, aber wenn man einen genaueren Blick auf die Beete, Bäume und Sträucher wirft, sieht man, dass bereits vieles zu Leben erwacht ist.

Auf der Kräuterspirale tut sich jeden Tag ein bisschen was und wenn man einige Tage nicht im Garten war, glaubt man kaum, dass sich Pflanzen in so kurzer Zeit verdoppeln können. Riesensprünge machen grade vor allem Ysob, Baldrian und Bärlauch.

Der Mandelbaum blüht mittlerweile und der Pfirsichbaum scheint kurz davor zu stehen. Zwischen den Obstbäumen hatte ich im Herbst einige Blumenzwiebeln gepflanzt und heute habe ich die erste Blüte gesichtet. Darüber bin ich besonders froh, weil ich es bei unseren Nachbarn letztes Jahr bewundert habe.


Auch die Artischocke ist schon wieder aus dem Winterschlaf erwacht. Leider sind drei weitere nicht mehr erwacht und müssen dringend ersetzt werden.

In den Frühbeetkästen wachsen die ersten Kohlpflanzen auf dem Kohlacker. Noch sind sie geschützt, aber bald möchte ich die Kästen entfernen und die zarten Pflänzchen der harten bösen Welt aussetzen. Ihr naher Verwandter, der Ewige Kohl, scheint das Wetter sehr zu genießen und breitet sich schon über seinem Beet aus


Auf dem Streifen, der zu einem Feldweg hinzeigt, haben wir einige Veränderungen vorgenommen. Dort haben wir zum Beispiel ein Rankgerüst für unsere Minikiwi gebastelt, welche vor Kurzem gepflanzt wurde.
Daneben ist das "saure Beet" mit den Cranberries und Heidelbeeren. Besonders unser "Doppelernter" zeigt schon enormes Wachstum.

Auch unsere neu gepflanzten Johannisbeeren präsentieren sich in frischem Grün und es scheint, als würde der winzige Sanddorn, der letztes Jahr gepflanzt wurde, auch noch leben.
Natürlich ist das nicht alles, auch die Jostabeere, die wir vom Komposthaufen gerettet haben, sieht plötzlich richtig gesund aus und die Stachelbeeren haben fast alle schon Grün angesetzt.

Da wir dieses Jahr unbedingt Erdbeeren mit verbesserten Eigenschaften haben wollten, habe ich 12 Pflanzen gekauft, die den ganzen Sommer über tragen sollen. Diese sind als Ergänzung zu den Erdbeeren gedacht, die zwar reich tragen, aber nur über einen kurzen Zeitraum.


Besonders schlecht auf den Fotos zu sehen, aber besonders toll, sind die Dicken Bohnen in Mischsaat mit den Zuckerschoten. Beide scheinen solide gekeimt und nicht von den Vögeln oder Wühlmäusen gegessen worden zu sein, sodass sie schon bald eine reiche Ernte produzieren werden.

Für die Bepflanzung der restlichen Gemüsebeete ist auch schon gesorgt. Im Gewächshaus stehen unmengen junger Pflänzchen, die nur darauf warten, endlich ins Freiland zu dürfen. Außerdem keimt dort eine frühe Mischsaat von Radieschen, großblättriger Kresse und etwas Salat. In etwa einem Monat muss all das geerntet sein, damit die Sommerbepflanzung einziehen kann. Aber bis dahin muss noch einiges passieren...

Freitag, 17. März 2017

Frühjahrsspritzungen und Jauchen

Viele Biogärtner, auch ich selbst, glauben an die heilsame und gesunderhaltende Wirkung von Kräuterspritzungen. Präventiv wende ich nur eine Baumspritzung und eine Immunisierung mit Aspirin an, bei allem anderen Pflanzen reagiere ich lieber auf auftretende Probleme.

In 2016 habe ich meine Tomatenpflanzen mit Kamillen- und Knoblauchtee gespritzt, um die Pflanzen zu stärken und gegen die gefürchtete Kraut- und Braunfäule zu stärken. Leider muss ich sagen, dass das nicht besonders effizient war. Ich hätte mich einfach noch zwei Wochen bis zu den Eisheiligen gedulden sollen und meine Pflänzchen erst dann auspflanzen sollen... Aber im Großen und Ganzen kann ich mich nicht beschweren, ich habe immer noch eingemachte Tomatensauce im Schrank stehen und sie wird auch bis in den Juni / Juli reichen.
Kommendes Jahr werde ich bei den Tomaten wieder auf Aspirin zurückgreifen, welches die Produktion eines immunregulatorischen Phytohormons fördert und nachweislich den Befall mit Viren und Pilzen mindert. Ebenfalls Aspirin werden Gurken und Zucchini bekommen.

Die schwarzen Läuse in unserem Garten zeigten sich wenig beeindruckt von Knoblauchtee. Allerdings schien ein starker Schwarztee sie zumindest stark zu dezimieren. Angeblich sitzen die Läuse vornehmlich in den Spitzen der Pflanze und sollten deshalb ausgebrochen werden. Entspitzen emfand ich allerdings nie als besonders reizvoll, weil ich Angst hätte, Ernte einbüßen zu müssen.

Dieses Frühjahr werden besonders die Obstbäume gespritzt werden. Dazu habe ich ein relativ simples Rezept im Internet gefunden:
1 Knoblauchzehe geschält,
2 Teelöffel Pflanzenöl,
2 Tassen Wasser
pürrieren und über Nacht stehen lassen. Dann abseihen und einen Teelöffel Spüli (biologisch abbaubar, versteht sich) dazugeben. Fertig ist das Biospritzmittel.
Damit werden die Obstbäume und der Mandelbaum zweimal im Abstand von einigen Wochen gespritzt werden. Der Zweck dieser Spritzung ist vor allem die Verbreitung von Schädlingen zu unterbinden.

Jauchen sind ein anderes Mittel, durch welches zur Gesunderhaltung und Förderung von Pflanzen beigetragen werden soll. Dabei werden Pflanzen einige Wochen vergoren und das Gemüse dann mit der daraus entstehenden Jauche, in verdünnter Form natürlich, gegossen. Dadurch sollen den Pflanzen Nährstoffe als Düngung zur Verfügung gestellt werden.

Besonders Brennesseln und Comfrey (bzw. Beinwell) werden für die Herstellung von Jauchen benutzt. Allerdings können nahezu alle Pflanzen für Jauchen genutzt werden und dadurch anderen Pflanzen wichtige Nährstoffe zur Verfügung stellen. Dazu wird etwa 1 Liter Pflanzenmaterial mit 5 Litern Wasser übergossen und für mindestens 4 Wochen stehen gelassen wird. Verdünnt werden solche Jauchen zwischen 1:50 und 1:10 und Pflanzen dann damit gegossen.