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Montag, 16. Juli 2018

Gartenrundgang Juni 2018

Ich habe das Gefühl, jedem Gartenrundgang gleich zu beginnen. Jeden Monat stelle ich fest, dass sich wieder wahnsinnig viel verändert hat. Und da es nun ja schon wieder Juli geworden ist, bis ich diesen Rundgang online stelle, hat sich sogar noch mehr verändert :)


Im Mai gibt es meist nicht viel zu ernten und auch im Juni war es am Anfang noch recht karg. Ab Mitte des Monats kann man aber schon eine Menge verwerten.
Dazu gehören z.B. Frühkartoffeln, Rote Beete, Zwiebeln und Salat. Insgesamt haben wir bisher 2,5 kg Kartoffeln geerntet und konnten damit 3 gute Mahlzeiten füllen. Ich habe die geerntete Reihe gleich wieder mit einigen Kartoffeln bestückt und bin gespannt, ob ich noch eine zweite Kartoffelernte aus diesem Stück holen kann.

 

Ebenfalls reif wurde die Birne "Bunte Juli". Wir hatten so früh noch gar nicht mit ihr gerechnet, sind aber vom Geschmack und einer ersten Ausbeute von knapp einem Kilo sehr zufrieden. Die frühe Reife ist besonders toll, da die meisten Beeren schon abgeerntet sind und wir wieder neue frische Zutaten für Joghurt und Kuchen haben.
Aber auch die späteren Äpfel sehen schon hervorragend aus und scheinen auch nicht besonders stark von Schädlingen heimgesucht worden zu sein.


Das warme Klima zur Zeit ist aber nicht nur für unsere Früchte gut, sondern für alle Sommergemüse. Die ersten Tomaten verfärben sich ganz langsam und die letzten Monat noch so kleinen Paprikapflanzen nehmen richtig Fahrt auf. Auch die anfangs kümmerlich wirkenden und von einigen Kartoffelkäfern heimgesuchten Auberginen haben sich mittlerweile erholt.
Jetzt geht endlich die Zeit los, in der man statt des Eingemachten vor allem frische Zutaten auf den Tisch bekommt.

 
 
Bisher wachsen unsere Kürbisgewächse auch hervorragend an, obwohl sie sich Anfang der Saison alle ziemlich Zeit gelassen hatten. Unser ganzer Stolz sind dabei unsere Wassermelonen, an denen wir bereits drei schöne Fruchtexemplare sichten konnten. Wir finden aktuell immer neue Fruchtansätze an den Pflanzen und hoffen, im Herbst eine Vielzahl verschiedener Kürbisse auf dem Tisch zu haben.
 
 

Wie angekündigt steht das Jahr 2018 ganz im Zeichen der Bohnen. Ich hatte etwa 16 verschiedene Sorten ausgesät, von denen viele auch gekeimt sind. Enttäuschend war bisher besonders die Keimrate der Buschbohnen. White Navy, Hinrichs Riesen und die Wachsbohnen meines Opas haben sich nicht blicken lassen.
Dafür ist die Pracht unserer Stangenbohnen umso größer. Die Gerüste sind mittlerweile komplett überwuchert von lila Stangenbohnen und der Borlotti-Bohne. Aber auch die "Spezialkulturen" sehen dieses Jahr bedeutend besser aus als letztes Jahr. Die Sojabohnen und Kichererbsen hängen viel voller und auch Augenbohne und Linse versprechen zumindest eine passable Ernte.


 
Wie immer ein Sorgenkind in unserem Garten ist der Kohl. Auch wenn die Keimraten wie immer hoch waren und ich kräftige Jungpflanzen auspflanze, hilft es kaum gegen Schnecken, Vögel und Co. Die frühen Aussaaten sind komplett vernichtet worden, sodass ich sogar fertige Anzuchten kaufen musste.
Die im Mai / Juni gepflanzten Kohlpflanzen schlagen sich aber bisher ganz gut und scheinen gut anzuwachsen. Es bleibt also zu hoffen, dass der Herbst / Winter nicht so mager wird und wir vielleicht sogar einige Pflanzen noch bis ins nächste Frühjahr überwintern können.


 
Bisher läuft die Saison also insgesamt gut an. Ein kleiner Rückschlag ist die kürzlich bei unseren Hühnern festgestellte Mykoplasmose. Wir hoffen aber, sie bald gut überstanden zu haben und bald endlich eigene Eier von gesunden und glücklichen Hühnern zu haben. Das schlimmste scheint überstanden zu sein.


Sonntag, 2. Juli 2017

Gartenrundgang im Juni

Die Haupterntezeit da und es gibt eine Menge zu ernten, verarbeiten und haltbar zu machen. Den meisten Pflanzen bzw. ihren Früchten kann man jetzt beim Wachsen förmlich zuschauen und der Garten ist endlich wieder richtig grün.



Besonders stolz bin ich auf unsere wunderschöne Kräutersprale, jetzt wo alles blüht und wächst sieht sie nicht nur echt toll aus, sondern produziert auch genug zum Verarbeiten. Die Bienen und Hummeln scheinen sich ebenfalls zu freuen, denn in der Nähe unserer Kräuter summt es bis in die späten Abendstunden fast durchgängig.


Überrascht bin ich von unseren Kürbisgewächsen, die sich jetzt doch noch gesund uns wüchsig präsentieren. In der Milpakultur überwuchern die Kürbisse mittlerweile fast den Mais und überall liegen kleine Babykürbisse herum.
Alle Zucchini haben die Angriffe der Wühlmäuse überstanden und vielleicht ist es auch gar nicht schlecht, dass die Pflanzen etwas versetzt angewachsen sind, damit die Zucchinischwämme nicht ganz so dramatisch wird. Auch die ersten Gurken im Freiland konnten wir bereits ernten. Nur im Gewächshaus tut sich außer Blattwachstum noch nicht wirklich etwas.



Dieses Jahr scheint sogar der Fenchel überlebt zu haben. Weil es im Frühjahr so gut funktioniert hat, werde ich es jetzt im Herbst erneut wagen. Fenchel schmeckt nämlich nicht nur frisch als Gemüse hervorragend, sondern auch in der Gemüsebrühe. Diese muss bald wieder auf Vorrat hergestellt werden, dann ich würze fast alles damit.


Ein Gemüse, was letztes Jahr wirklich stark unter dem schlechten Wetter gelitten hatte, waren die Auberginen. Dieses Jahr scheinen wir eine sehr widerstandsfähige und produktionsstarke Sorte gewählt zu haben, sie heißt Blaukönigin. Jede Pflanze trägt jetzt schon mehrere Früchte und blüht sehr intensiv. Auch die Paprikasorte Sweet Banana scheint eine gute Wahl gewesen zu sein. Die relativ kleinen Pflanzen hängen über und über voll mit schönen hellen Spitzpaprika.


Noch konnten wir zwar noch keine Salattomaten ernten, aber die ersten gelben Cherrytomaten sind schon auf dem Brot gelandet. Die Salattomaten haben ihre finale Größe schon erreicht und wir rechnen jeden Tag damit die erste Färbung ausmachen zu können. Im Gewächshaus wachsen die Fleischtomaten grade zu einem wahren Urwald heran und einige schöne große Früchte hängen auch schon an diesen Pflanzen. Bis wir die erste Sauce einkochen können, wird es also noch etwas dauern.



Auf dem Acker tut sich zur Zeit ebenfalls einiges. Die Kartoffeln stehen trotz des Befalls mit den Kartoffelkäfern noch recht gut und die Süßlupinen trocknen langsam für die große Ernte.
Unser Experiment, Sojabohnen selbst anzubauen, scheint ebenfalls gelungen zu sein. Mittlerweile lassen sich erste pelzige Schoten erkennen. Sie stehen sehr gut und wenn uns die darauf hergestellten Produkte schmecken werden, werden wir wohl nächstes Jahr einige Reihen mehr anbauen.
Auch die Idee Kichererbsen auf Hügeln anzubauen scheint eine gute Entscheidung gewesen zu sein. Die Pflanzen sind gesund, wüchsig und blühen bisher sehr vielversprechend.


Das Kohlfeld sieht bisher ebenfalls sehr vielversprechend aus. Die ersten Brokkoliröschen und der erste Spitzkohl sind geerntet und machen Platz für neue Aussaaten und Pflanzungen für den Winter. Besonders der Rotkohl kann sich sehen lassen und wenn alles gut geht, werden wir dieses Weihnachten wohl Rotkraut essen können. Zwischen dem Kohl steht immer noch etwas Salat, der bald weg muss und Tagetes, welche jetzt beginnt zu blühen. Beides scheint sich gut auf die Bodengesundheit und vor allem zur Schädlingsabwehr zu eigenen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzungen, können wir keinen Schädlingsbefall an den Kohlpflanzen ausmachen.


Beim Obst gab es diesen Monat einige Neuerungen. Wir haben zwei Tayberrypflanzen an den Platz eines ehemaligen Komposts gesetzt und hoffen auf etwas Sichtschutz und leckere Beeren für nächstes Jahr. Da unsere Kiwi einfach nur erbärmlich aussah, habe ich kurzerhand eine neue gekauft, die gesund und wüchsig zu sein scheint. Wir hoffen, dass sie sich besser darin macht, das Spalier hochzuklettern.

Bei unseren diesjährigen Neupflanzungen hat sich mittlerweile ein gutes Wachstum eingestellt. Eine der Gojibeeren explodiert förmlich, während die andere noch etwas zurückhaltender wächst. Und auch die Blaubeeren wachsen zwar nicht rasant, scheinen sich aber langsam zu etablieren. Die Hitze der vergangenen Wochen haben sie relativ gut weggesteckt. Demnächst sollen sie aber trotzdem noch mit etwas saurem Mulch abgedeckt werden, damit die Feuchtigkeit besser gehalten werden kann.


Neben einer fast 10 Kilo starken Erdbeerflut konnten wir dieses Jahr auch einige Stachelbeeren ernten. Seid ein paar Tagen sind sie zuckersüß und schreien danach endlich geerntet zu werden. Eine der drei Pflanzen reift allerdings anscheinend später und wird unsere Erntesaison zum Glück noch etwas verlängern.


Ziemlich schade ist übrigens, dass unsere gärtnerischen Erfolge offenbar einige Menschen dazu animieren sich ungefragt zu bedienen. Unsere schöne Artischocke wurde von irgendwelchen Idioten so ruppig über den Zaun hinweg "beerntet", dass die Pflanze erhebliche Schäden davongetragen hat. Wir hoffen, dass sie sich erholt und werden wohl oder übel Schutzmaßnahmen ergreifen müssen.