In diesem Jahr haben wir eine besondere Herausforderung vor uns. Zum einen wollen wir nicht auf unser gutes selbstangebautes Gemüse verzichten, zum anderen werden wir dieses Jahr wirklich wenig Zeit aber dafür gleich zwei Gärten haben.
Es bedarf also einiger Planung, was wann dieses Jahr umgesetzt werden muss.
Ich bin wiefolgt vorgegangen: Zunächst habe ich festgelegt, welche Minimalanforderungen wir an unsere Selbstversorgung stellen. Dafür habe ich erst einmal nur das Gemüse nach Pflanzengruppen sortiert aufgeschrieben und dann notiert wie viel wir von den einzelnen Gemüsearten brauchen.
Obwohl ich wirklich gerne durch die Saatgutkataloge stöbere und immer neue exotische Sorten ausprobiere, möchte ich mich dieses Jahr vor allem auf unsere Saatgutreserven beschränken.
Also bin ich meine Saatgutbox durchgegangen und habe nach "alt" und "neu" sortiert, damit das ältere Saatgut dieses Jahr aufgebraucht und nicht immer nur neues angebrochen wird. Dabei ist mir aufgefallen, dass wir das meiste bereits da haben. Es fehlte noch Saatgut für Porree, Zwiebeln, Dicke Bohnen und Karotten. Auffällig ist, dass es sich um die Pflanzen handelt, bei denen ich Schwierigkeiten habe sie selbst zu vermehren.
Außerdem werden wir noch einige Saatkartoffeln zukaufen müssen, da die frühe Ernte des letzten Jahres dazu geführt hat, dass viele Kartoffeln im Lager schon gekeimt haben. Bisher plane ich auch die Fläche für die Kartoffeln etwas zu vergrößern, der Symmetrie wegen :)
Da wir planen das Wintergemüse im neuen Garten in ein erstes Beet zu setzen, werden wir im alten Garten nur solches Gemüse anbauen, welches bis Oktober/November abgeerntet sein wird. Es soll deshalb nur ein Acker mit Kartoffeln und die sechs Beete bestellt werden. Der Rest wird mit Rasen eingesät.
Die Beete werden in etwa so aussehen:
Wie man sieht, ist die Beetfläche wie auch der Umfang der einzelnen Gemüsesorten deutlich reduziert. Gleichzeitig habe ich versucht Wert darauf zu legen, besonders lagerfähige, einfache und ergiebige Kulturen zu wählen.
Tomaten werden wir dieses Jahr nur im Tomatengewächshaus ziehen. So werden wir zwar weniger ernten können, aber auch weniger Druck beim Konservieren der Ernte haben.
Es werden wie auch im letzten Jahre Gemüse wie Rote Beete, Zwiebeln und Porree im multi-sow-Verfahren vorgezogen. Weiterhin gibt es Mischkulturen von Gemüse, Kräutern und Pflanzen. Außerdem werden wir auch dieses Jahr mit Rasenschnitt und "Unkraut" mulchen, da die Ergebnisse und die graduelle Verbesserung des Bodens in den vergangenen Jahren zeigen, wie wichtig es ist auch während der Kulturphase kontinuierlich Nährstoffe zuzuführen.
Experimente sind für dieses Jahr erst einmal nicht geplant.
Strukturell wird sich im Garten dieses Jahr nur wenig verändern. Weil die Beetbegrenzungen überall nachgeben habe ich aber überlegt sie zu entfernen. Auf den Wegen soll Gras wachsen um die Pflege zu erleichtern und ohne Begrenzung ist es wohl einfacher für den Rasenmäher.
Interessante und nützliche Erfahrungen aus meinem kleinen Biogemüsegarten
Donnerstag, 14. Februar 2019
Donnerstag, 31. Januar 2019
DIY Fußhocker
Wie ich Anfang des Jahres schon erzählt hatte, wollen/müssen wir unsere Heimwerkerfertigkeiten dieses Jahr ausbauen. Weil ich es nicht erwarten kann, endlich mit den Umbaumaßnahmen in unserem Haus loszulegen, habe ich schon einmal mit einem ersten Projekt losgelegt.
Als ich in meine aktuelle Wohnung gezogen bin habe ich mir ein Sofa und einen Ohrensessel gekauft. Eigentlich wollte ich mir damals auch den Fußhocker dazu kaufen. Allerdings hat der Fußhocker genauso viel gekostet wie der Sessel. Dafür war ich entschieden zu geizig. Trotzdem wollte ich immer einen haben, weil das Sitzen auf dem Sessel dadurch wesentlich bequemer wird.
Also habe ich mir tagelang Videos angeschaut und beschlossen, dass es nicht so schwer sein kann, einen Fußhocker zu bauen. Dafür habe dann kurzer Hand eine alte Latte, die noch im Garten herumlag, zurecht gesägt und mit nach Hause genommen.
Für einen Großteil des Materials konnte ich auf Reste zurückgreifen, die ich noch Zuhause hatte. Gekauft habe ich Möbelfüße im Stil derer des Sessels für knapp 22 €, zu meinen Kissen passenden Bezugsstoff für 28 €/mtr, Flanell für 15 €/mtr und eine Schaumstoffplatte für 18 €. Insgesamt war das Projekt also nicht wirklich billig. Vergleichbare Fußhocker kosten z.B. bei Wayfair zwischen 100 - 250 €. Den Pouf, den ich mir sonst gekauft hätte, gibt es dort für etwa 50 €. Insgesamt habe ich also etwa gleich viel ausgegeben, als hätte ich ihn fertig gekauft. Nur jetzt habe ich den selben Stoff, wie meine Sofakissen auf meinem Fußhocker. Das ist schon ziemlich cool.
Hier eine kleine Anleitung, wie ich beim Bau vorgegangen bin:
1) Zuerst habe ich die "Zarge" des Hockers gebaut und bezogen. Dazu habe ich vier Bretter (ca. 55 und 45 cm lang) zu einem Rechteck verschraubt und die Ecken jeweils mit einem 4,5 x 4,5 cm Kantholz verstärkt. Die Löcher habe ich dabei vorgebohrt. Als Auflagefläche für das Kissen habe ich dann noch zwei Leisten verschraubt.
2) Anschließend habe ich die Zarge bezogen. Dafür habe ich zunächst Volumenvlies an alle Seiten getackert und alles was überstand abgeschnitten. Die Kante wird übrigens nur bündig abgeschnitten und nicht doppelt gelegt. Dann habe ich einen Schlauch aus Flanell genäht. Dabei habe ich darauf geachtet, dass er breit genug war um sowohl oben als auch unten genug Überhang zu haben. Das Flanell wurde dann jeweils an der oberen und unteren Kante getackert. Es ist übrigens hilfreich den Stoff mit Stecknadeln zu fixieren, damit er nicht zu stark verrutscht. An den Kanten habe ich zuerst die Mitte fixiert und dann den Stoff darum versucht gleichmäßig zu verteilen.
3) Ich habe aus der Restekiste unseres lokalen Holzhandels ein Stück einer 20 mm Spanplatte mitgenommen und passend als Auflage für die Zarge zurechtgesägt und verleimt. Darauf habe ich dann die Schaumstoffplatte geklebt und bin wieder genauso vorgegangen wie bei der Zarge. Anschließend habe ich noch ein Paspelband hergestellt und um die Kante der Auflage getackert. Die musste ich leider noch einmal komplett entfernen, weil sie etwas zu weit nach hinten gerutscht war. Danach war ich mit dem Ergebnis aber durchaus zufrieden und habe die Auflage an die Leisten der Zarge geschraubt. Weil sich nun doch ein Zwischenraum gebildet hatte, habe ich noch einen Recht dünne Spanplatte dazwischen gelegt.
4) Die Füße des Hockers habe ich unbehandelt gekauft, weshalb ich sie noch mit drei Schichten Holzlasur behandeln musste. Dann war ich mit der Farbe zufrieden. Die Füße habe ich gleich mit Platte bestellt, um mir etwas Denkarbeit zu sparen. Deshalb mussten sie nur noch in die Ecken geschraubt werden. Alle Löcher habe ich dafür markiert und vorgebohrt.
Noch ein Tipp, falls ihr auch einmal ein solches Projekt angehen wollt: Passt auf, dass sich die Fäden des Stoffs nicht um den Bohrer wickeln... In dem Fall könnt ihr mit einem Schraubendreher den Bereich um das Bohrloch etwas freischaben.
Und so sieht das ganze nun aus (das Bild im Hintergrund wird noch aufgehangen ;)):
Ich finde, der Fußhocker kann sich durchaus sehen lassen!
Als ich in meine aktuelle Wohnung gezogen bin habe ich mir ein Sofa und einen Ohrensessel gekauft. Eigentlich wollte ich mir damals auch den Fußhocker dazu kaufen. Allerdings hat der Fußhocker genauso viel gekostet wie der Sessel. Dafür war ich entschieden zu geizig. Trotzdem wollte ich immer einen haben, weil das Sitzen auf dem Sessel dadurch wesentlich bequemer wird.
Also habe ich mir tagelang Videos angeschaut und beschlossen, dass es nicht so schwer sein kann, einen Fußhocker zu bauen. Dafür habe dann kurzer Hand eine alte Latte, die noch im Garten herumlag, zurecht gesägt und mit nach Hause genommen.
Für einen Großteil des Materials konnte ich auf Reste zurückgreifen, die ich noch Zuhause hatte. Gekauft habe ich Möbelfüße im Stil derer des Sessels für knapp 22 €, zu meinen Kissen passenden Bezugsstoff für 28 €/mtr, Flanell für 15 €/mtr und eine Schaumstoffplatte für 18 €. Insgesamt war das Projekt also nicht wirklich billig. Vergleichbare Fußhocker kosten z.B. bei Wayfair zwischen 100 - 250 €. Den Pouf, den ich mir sonst gekauft hätte, gibt es dort für etwa 50 €. Insgesamt habe ich also etwa gleich viel ausgegeben, als hätte ich ihn fertig gekauft. Nur jetzt habe ich den selben Stoff, wie meine Sofakissen auf meinem Fußhocker. Das ist schon ziemlich cool.
Hier eine kleine Anleitung, wie ich beim Bau vorgegangen bin:
1) Zuerst habe ich die "Zarge" des Hockers gebaut und bezogen. Dazu habe ich vier Bretter (ca. 55 und 45 cm lang) zu einem Rechteck verschraubt und die Ecken jeweils mit einem 4,5 x 4,5 cm Kantholz verstärkt. Die Löcher habe ich dabei vorgebohrt. Als Auflagefläche für das Kissen habe ich dann noch zwei Leisten verschraubt.
2) Anschließend habe ich die Zarge bezogen. Dafür habe ich zunächst Volumenvlies an alle Seiten getackert und alles was überstand abgeschnitten. Die Kante wird übrigens nur bündig abgeschnitten und nicht doppelt gelegt. Dann habe ich einen Schlauch aus Flanell genäht. Dabei habe ich darauf geachtet, dass er breit genug war um sowohl oben als auch unten genug Überhang zu haben. Das Flanell wurde dann jeweils an der oberen und unteren Kante getackert. Es ist übrigens hilfreich den Stoff mit Stecknadeln zu fixieren, damit er nicht zu stark verrutscht. An den Kanten habe ich zuerst die Mitte fixiert und dann den Stoff darum versucht gleichmäßig zu verteilen.
3) Ich habe aus der Restekiste unseres lokalen Holzhandels ein Stück einer 20 mm Spanplatte mitgenommen und passend als Auflage für die Zarge zurechtgesägt und verleimt. Darauf habe ich dann die Schaumstoffplatte geklebt und bin wieder genauso vorgegangen wie bei der Zarge. Anschließend habe ich noch ein Paspelband hergestellt und um die Kante der Auflage getackert. Die musste ich leider noch einmal komplett entfernen, weil sie etwas zu weit nach hinten gerutscht war. Danach war ich mit dem Ergebnis aber durchaus zufrieden und habe die Auflage an die Leisten der Zarge geschraubt. Weil sich nun doch ein Zwischenraum gebildet hatte, habe ich noch einen Recht dünne Spanplatte dazwischen gelegt.
4) Die Füße des Hockers habe ich unbehandelt gekauft, weshalb ich sie noch mit drei Schichten Holzlasur behandeln musste. Dann war ich mit der Farbe zufrieden. Die Füße habe ich gleich mit Platte bestellt, um mir etwas Denkarbeit zu sparen. Deshalb mussten sie nur noch in die Ecken geschraubt werden. Alle Löcher habe ich dafür markiert und vorgebohrt.
Noch ein Tipp, falls ihr auch einmal ein solches Projekt angehen wollt: Passt auf, dass sich die Fäden des Stoffs nicht um den Bohrer wickeln... In dem Fall könnt ihr mit einem Schraubendreher den Bereich um das Bohrloch etwas freischaben.
Und so sieht das ganze nun aus (das Bild im Hintergrund wird noch aufgehangen ;)):
Ich finde, der Fußhocker kann sich durchaus sehen lassen!
Samstag, 26. Januar 2019
Gartenrundgang November / Dezember 2018
Im Winter verändert sich der Garten, entgegen der allgemeinen Meinung, immer noch drastisch. Auch wenn langsam alle Blüten verblühen und die Bäume immer kahler aussehen, kann man, bei genauerer Betrachtung noch Wachstum bzw. Veränderung erkennen.
Interessant finde ich dabei vor allem, dass sich überall kleine Pilze aus dem Boden drücken. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass es dem Boden gut geht und sich mittlerweile unterirdisch ein durchgängiges Myzel gebildet hat. Das Myzel ist deshalb so wichtig, weil es durch Symbiose die umgebenen Pflanzen mit Nährstoffen versorgt. Anders als in Gärten, die häufig umgegraben werden und das Myzel ständig verletzt wird, kann sich so ein Boden ausbilden, der dem eines Waldes ähnelt. Dort ist der Boden zumeist mit vielen Mikroorganismen und Nährstoffen ausgestattet.
Die sichtbaren Pilze an der Oberfläche sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Weil der Herbst, genau wie der Sommer, ungewöhnlich warm war, sprießen schon wieder einige Beerenbüsche. Ich beobachte das mit einer gewissen Sorge, denn ich fürchte, dass das baldige Einsetzen des Frostes sehr kräftezehrend für die Pflanzen sein wird. Da ich mir aber nicht ganz sicher bin, ob es in den letzten Wintern ähnlich war und ich so oder so einfach abwarten muss, mache ich mich nicht mit Frostschutzmaßnahmen verrückt.
Wir Ernten aktuell vor allem Wurzeln und Kohl. Leider habe ich den Zeitpunkt verpasst, an dem ich Salate ins Gewächshaus hätte setzen können. Deshalb konnte ich meine späten Aussaaten nur durch Mini-Plastiktunnel schützen und werde wohl bald herausfinden, ob das genug Schutz für die Pflanzen darstellt.
Wichtige Arbeiten sind aktuell vor allem Aufräumen, Einlagern und Beschneiden. Während der Saison häufen sich alle möglichen Stützen, Markierungen und andere Helfer in den Beeten an. Diese müssen entfernt und sauber für den Winter verstaut werden.
Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Wurzelgemüse an Wühlmäuse verloren, deshalb lohnt es sich die Wurzeln in Sandkisten einzulagern. Dazu wird das Gemüse von seinem Laub, aber auf keinen Fall von der anhaftenden Erde, befreit und locker in Kisten gelegt. Das Gemüse sollte sich nicht berühren. Es können aber so viele Schichten gelegt werden, wie man möchte. Drei sind z.B. sinnvoll.
Ich habe in den letzten Wochen beobachtet, dass es auch auf den unbenutzten Beeten große Unterschiede gibt. Die Beete, die z.B. mit Rasenschnitt abgedeckt wurden, sind bei weitem nicht so stark mit Unkraut bewachsen, wie freie Flächen. Besonders auffällig ist das auf dem letztjährigen Kartoffelacker. Dort hatte ich nicht genug Rasenschnitt für eine kleine Fläche. Diese ist jetzt komplett mit Vogelmiere überwachsen und muss deshalb zukünftig viel stärker bearbeitet werden.
Außerdem beschneiden wir gerade unser Obstspalier und die Beerensträucher, wenn sie ungünstiges Wachstum zeigen. Darunter fällt z.B. wenn die Äste einander Kreuzen, sehr dicht wachsen oder in einen Weg hineinragen. Besonders bei den Apfel- und Birnenbäumen entfernen wir jetzt die Wassertriebe, die sich im Spätsommer gebildet haben.
Auch den Hühnern geht es immer noch gut. Sie sind alle vital und scheinen die kalte Jahreszeit bisher gut zu verkraften. Damit sie noch einen weiteren Unterstand haben, haben wir ihnen aus ein Bambusstangen und ein bisschen Kräutergrünschnitt ein Tipi gebaut. Bisher ist es vor allem der Neugier der Hühner zum Opfer gefallen. Sie verbringen viel Zeit damit es zu inspizieren und wo sie können auseinander zu pflücken. Wir haben uns kürzlich von den zwei Vorwerkhennen Ella und Maria getrennt, da sie dringend in einem anderen Stall benötigt wurden. Dort hatten zwei von drei Hühnern leider (auf natürliche Weise) das zeitliche gesegnet. Da wir kein weiteres Huhn aufnehmen konnten, das einzelne Huhn aber auch nicht alleine bleiben sollte, haben wir die beiden dazugesetzt.
Interessant finde ich dabei vor allem, dass sich überall kleine Pilze aus dem Boden drücken. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass es dem Boden gut geht und sich mittlerweile unterirdisch ein durchgängiges Myzel gebildet hat. Das Myzel ist deshalb so wichtig, weil es durch Symbiose die umgebenen Pflanzen mit Nährstoffen versorgt. Anders als in Gärten, die häufig umgegraben werden und das Myzel ständig verletzt wird, kann sich so ein Boden ausbilden, der dem eines Waldes ähnelt. Dort ist der Boden zumeist mit vielen Mikroorganismen und Nährstoffen ausgestattet.
Die sichtbaren Pilze an der Oberfläche sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Weil der Herbst, genau wie der Sommer, ungewöhnlich warm war, sprießen schon wieder einige Beerenbüsche. Ich beobachte das mit einer gewissen Sorge, denn ich fürchte, dass das baldige Einsetzen des Frostes sehr kräftezehrend für die Pflanzen sein wird. Da ich mir aber nicht ganz sicher bin, ob es in den letzten Wintern ähnlich war und ich so oder so einfach abwarten muss, mache ich mich nicht mit Frostschutzmaßnahmen verrückt.
Wir Ernten aktuell vor allem Wurzeln und Kohl. Leider habe ich den Zeitpunkt verpasst, an dem ich Salate ins Gewächshaus hätte setzen können. Deshalb konnte ich meine späten Aussaaten nur durch Mini-Plastiktunnel schützen und werde wohl bald herausfinden, ob das genug Schutz für die Pflanzen darstellt.
Wichtige Arbeiten sind aktuell vor allem Aufräumen, Einlagern und Beschneiden. Während der Saison häufen sich alle möglichen Stützen, Markierungen und andere Helfer in den Beeten an. Diese müssen entfernt und sauber für den Winter verstaut werden.
Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Wurzelgemüse an Wühlmäuse verloren, deshalb lohnt es sich die Wurzeln in Sandkisten einzulagern. Dazu wird das Gemüse von seinem Laub, aber auf keinen Fall von der anhaftenden Erde, befreit und locker in Kisten gelegt. Das Gemüse sollte sich nicht berühren. Es können aber so viele Schichten gelegt werden, wie man möchte. Drei sind z.B. sinnvoll.
Ich habe in den letzten Wochen beobachtet, dass es auch auf den unbenutzten Beeten große Unterschiede gibt. Die Beete, die z.B. mit Rasenschnitt abgedeckt wurden, sind bei weitem nicht so stark mit Unkraut bewachsen, wie freie Flächen. Besonders auffällig ist das auf dem letztjährigen Kartoffelacker. Dort hatte ich nicht genug Rasenschnitt für eine kleine Fläche. Diese ist jetzt komplett mit Vogelmiere überwachsen und muss deshalb zukünftig viel stärker bearbeitet werden.
Außerdem beschneiden wir gerade unser Obstspalier und die Beerensträucher, wenn sie ungünstiges Wachstum zeigen. Darunter fällt z.B. wenn die Äste einander Kreuzen, sehr dicht wachsen oder in einen Weg hineinragen. Besonders bei den Apfel- und Birnenbäumen entfernen wir jetzt die Wassertriebe, die sich im Spätsommer gebildet haben.
Auch den Hühnern geht es immer noch gut. Sie sind alle vital und scheinen die kalte Jahreszeit bisher gut zu verkraften. Damit sie noch einen weiteren Unterstand haben, haben wir ihnen aus ein Bambusstangen und ein bisschen Kräutergrünschnitt ein Tipi gebaut. Bisher ist es vor allem der Neugier der Hühner zum Opfer gefallen. Sie verbringen viel Zeit damit es zu inspizieren und wo sie können auseinander zu pflücken. Wir haben uns kürzlich von den zwei Vorwerkhennen Ella und Maria getrennt, da sie dringend in einem anderen Stall benötigt wurden. Dort hatten zwei von drei Hühnern leider (auf natürliche Weise) das zeitliche gesegnet. Da wir kein weiteres Huhn aufnehmen konnten, das einzelne Huhn aber auch nicht alleine bleiben sollte, haben wir die beiden dazugesetzt.
Dienstag, 8. Januar 2019
Neujahresüberraschung
Willkommen im Jahr 2019!
Ich hoffe, ihr hattet alle besinnliche Weihnachtsfeiertage und seid gut ins neue Jahr gerutscht.
In den letzten Monaten ist es etwas ruhig um meinen Selbstversorgergarten geworden. Nicht etwa, weil wir weniger im Garten machen, sondern weil wir bald samt Garten umziehen wollen.
Wir haben ein Haus mit einem schön großen Garten gekauft und sobald wir alles ein wenig hergerichtet haben, wollen wir unseren aktuellen Garten aufgeben.
Unser Vorhaben wird uns enorm fordern, viel Einsatz und Arbeit abverlangen und wahrscheinlich nie gänzlich fertig werden. Dafür ist der Lohn ein eigenes Stück Land, welches man (im gesetzlich vorgegebenen Rahmen) seine eigenen Vorstellungen umsetzen kann. Die Pläne stehen schon zu einem großen Teil, werden sich aber mit der Zeit wahrscheinlich noch stark verändern.
Das Haus wir in drei Monaten übergeben und erst dann wissen wir, woran wir wirklich sind.
Weil wir unser neues Haus wirklich kennen lernen wollen und natürlich auch einige Kosten für teure Handwerker und Möbel sparen möchten, werden wir versuchen einiges selbst zu machen. Die Abenteuer, die wir dabei erleben werden, möchte ich gerne mit euch teilen.
Besonders fordern wird für uns die Zeit in der wir zwischen Arbeit, Wohnung, Garten und neuem Haus hin und her pendeln müssen. Dafür haben wir schon einige Pläne gemacht, aber die Realität wird uns wohl bald in unsere Schranken weisen.
Wir wollen unseren Garten dieses Jahr noch einmal bestellen. Wir planen nur Pflanzen anzubauen, die wenig Pflege benötigen und erst spät im Jahr geernet werden müssen. Außerdem wollen wir die Hühner so schnell es geht, an das Haus bringen. Dadurch würden wir viel Zeit einsparen und nur noch etwa einmal die Woche in den Garten fahren müssen um nach dem Rechten zu sehen. Die Hühner werden auch im neuen Zuhause zusätzlich zu einem Freigehege eine Voiliere haben, sodass sie auch bei eventueller Stallpflicht ausreichend Auslauf bekommen.
Um den neuen Garten vorzubereiten, habe ich schon angefangen, von einige Sträuchern Ableger zu nehmen. Zum Glück wissen wir mittlerweile etwas besser, was gut funktioniert und wie viel wir etwa von allem brauchen. Einen kompletten Plan werde ich wahrscheinlich im kommenden Monat hochladen.
Wenn alles wie geplant läuft, ist aber der alte Garten nicht komplett aus der Welt. Wir planen ihn meiner Schwester und meinem Schwager zu übergeben. Dadurch verlängert sich die Übergabezeit und wir geraten nicht allzu sehr unter Zeitdruck.
In unserem Familien- und Freundeskreis gab es zu dem neuen Abenteuer bisher gemischte Reaktionen. Manche verstehen nicht, warum wir ein altes Haus mit Eigenheiten haben wollten. Andere können nachvollziehen, dass man nicht in einem Standardhaus mit winzigem Garten leben möchte. Umso wichtiger ist es, die sich bietenden Unwegsamkeiten zu meistern.
Ich hoffe, ihr hattet alle besinnliche Weihnachtsfeiertage und seid gut ins neue Jahr gerutscht.
In den letzten Monaten ist es etwas ruhig um meinen Selbstversorgergarten geworden. Nicht etwa, weil wir weniger im Garten machen, sondern weil wir bald samt Garten umziehen wollen.
Wir haben ein Haus mit einem schön großen Garten gekauft und sobald wir alles ein wenig hergerichtet haben, wollen wir unseren aktuellen Garten aufgeben.
Unser Vorhaben wird uns enorm fordern, viel Einsatz und Arbeit abverlangen und wahrscheinlich nie gänzlich fertig werden. Dafür ist der Lohn ein eigenes Stück Land, welches man (im gesetzlich vorgegebenen Rahmen) seine eigenen Vorstellungen umsetzen kann. Die Pläne stehen schon zu einem großen Teil, werden sich aber mit der Zeit wahrscheinlich noch stark verändern.
Das Haus wir in drei Monaten übergeben und erst dann wissen wir, woran wir wirklich sind.
Weil wir unser neues Haus wirklich kennen lernen wollen und natürlich auch einige Kosten für teure Handwerker und Möbel sparen möchten, werden wir versuchen einiges selbst zu machen. Die Abenteuer, die wir dabei erleben werden, möchte ich gerne mit euch teilen.
Besonders fordern wird für uns die Zeit in der wir zwischen Arbeit, Wohnung, Garten und neuem Haus hin und her pendeln müssen. Dafür haben wir schon einige Pläne gemacht, aber die Realität wird uns wohl bald in unsere Schranken weisen.
Wir wollen unseren Garten dieses Jahr noch einmal bestellen. Wir planen nur Pflanzen anzubauen, die wenig Pflege benötigen und erst spät im Jahr geernet werden müssen. Außerdem wollen wir die Hühner so schnell es geht, an das Haus bringen. Dadurch würden wir viel Zeit einsparen und nur noch etwa einmal die Woche in den Garten fahren müssen um nach dem Rechten zu sehen. Die Hühner werden auch im neuen Zuhause zusätzlich zu einem Freigehege eine Voiliere haben, sodass sie auch bei eventueller Stallpflicht ausreichend Auslauf bekommen.
Um den neuen Garten vorzubereiten, habe ich schon angefangen, von einige Sträuchern Ableger zu nehmen. Zum Glück wissen wir mittlerweile etwas besser, was gut funktioniert und wie viel wir etwa von allem brauchen. Einen kompletten Plan werde ich wahrscheinlich im kommenden Monat hochladen.
Wenn alles wie geplant läuft, ist aber der alte Garten nicht komplett aus der Welt. Wir planen ihn meiner Schwester und meinem Schwager zu übergeben. Dadurch verlängert sich die Übergabezeit und wir geraten nicht allzu sehr unter Zeitdruck.
In unserem Familien- und Freundeskreis gab es zu dem neuen Abenteuer bisher gemischte Reaktionen. Manche verstehen nicht, warum wir ein altes Haus mit Eigenheiten haben wollten. Andere können nachvollziehen, dass man nicht in einem Standardhaus mit winzigem Garten leben möchte. Umso wichtiger ist es, die sich bietenden Unwegsamkeiten zu meistern.
Mittwoch, 24. Oktober 2018
Küchenhelfer, die uns das Leben leichter machen
Wir werden häufig gefragt, wo wir die Zeit für den Garten und vor allem die Verarbeitung unserer Ernte hernehmen. Neben einem guten Zeitmanagement sind verschiedene Küchenhelfer für uns unentbehrlich geworden.
Hier kommt also ein Post ohne Bilder dazu, welche Küchenhelfer sich für uns wirklich bewährt haben.
Zum Beispiel benutzen wir seit Weihnachten 2018 den "Nicer Dicer" zum Hobeln unseres Kohls und zur Herstellung von Gemüsewürfeln zum Einfrieren oder Einkochen. Für die vergangenen großen Ernten haben wir damit auch versucht Tomaten und anderes Gemüse für das Dörren vorzubereiten.
Außerdem machen wir ein grünes Tomatenchutney, welches mit wahnsinnig viel Schneidearbeit verbunden ist. Mit diesem Helfer ging uns die Arbeit wirklich viel schneller von der Hand. Ohne hätten wir sicher noch 2-3 Stunden länger gebraucht.
Für das grobe Zerkleinern von Gemüse und Früchten benutze ich am liebsten den Thermomix. Er hilft uns z.B. dabei Äpfel für das Pressen von Apfelsaft vorzubereiten oder Marmelade zu kochen. Einfacher geht es fast nicht mehr, wenn auch das Küchengerät auch noch das Kochen übernimmt. Zum Einsatz kommt das gute Stück deshalb auch für die Herstellung von Nussmilch, Tofu, Pasten, Ajvar, Hummus, Joghurt, Gemüsebrühe etc.
Letztes Jahr haben wir darin auch unsere Tomatensauce gekocht. Dieses Jahr steigen wir dafür aber auf unseren Einkochautomaten und unseren größten Topf um, weil uns die 2 Liter Fassungsvermögen des Mixtopfs nicht mehr reichen.
Der Einkochautomat ist der wohl wichtigste Küchenhelfer. Für große Mengen Sauce oder Chutney eignet er sich besser zum Kochen als unsere relativ kleinen Kochtöpfe, da wir große Mengen verarbeiten wollen um nicht alles mehrfach machen zu müssen.
Außerdem hilft er uns natürlich beim Einwecken unseres Einkochguts, wodurch er für uns unersetzlich ist.
Über unseren Dörrautomat habe ich schon viel geschrieben. Der Vollständigkeit halber erwähne ich ihn aber noch einmal. Ob zum Nachtrocknen von Trockenbohnen, Dörren von Kräutern, Gemüse, Pilzen oder Obst oder um Teig gehen zu lassen. Der Dörrautomat hat in unserem Haushalt einen festen Platz eingenommen und ich möchte ihn nicht mehr missen.
Wir bauen zusätzlich zu dem "Standardgemüse" auch noch Pseudogetreide wie Mais und Buchweizen an. Um diese sinnvoll verarbeiten zu können, benutzen wir eine alte Getreidemühle. Das Mehl wird anschließend ggf. noch gesiebt. Ohne die Mühle wäre es viel schwerer diese Produkte auf eine Art zu verarbeiten, die für uns bequem ist. In der Anschaffung ist so etwas allerdings sehr teuer und muss gut überlegt sein. Kleinere Mengen können auch schnell und zuverlässig im Thermomix gemahlen werden. Wir haben allerdings festgestellt, dass es nicht immer gut ist mit der hohen Schlagkraft des Thermomix zu arbeiten. Die bitteren Hüllen des Buchweizen werden im Mixtopf zerschlagen und können nicht mehr separiert werden.
Aber auch die "kleinen" Dinge sind manchmal Gold wert. Z.B. bin ich total von meinen Silikonküchenhandschuhen begeistert. Diese halten sehr hohe Temperaturen ab und erlauben einem sogar in kochendes Wasser zu greifen, ohne sich (direkt) zu verbrennen. Sie sind dabei dünn genug um auch relativ kleine Gegenstände noch zielsicher greifen zu können.
Mein Weckglas-Heber hat nur ein paar Euros gekostet, war aber jeden Cent wert. Das Heben von heißen Gläsern aus dem Einkochautomaten oder aus dem Wasserbad vom Sterilisieren wird dadurch viel leichter.
Hier kommt also ein Post ohne Bilder dazu, welche Küchenhelfer sich für uns wirklich bewährt haben.
Zum Beispiel benutzen wir seit Weihnachten 2018 den "Nicer Dicer" zum Hobeln unseres Kohls und zur Herstellung von Gemüsewürfeln zum Einfrieren oder Einkochen. Für die vergangenen großen Ernten haben wir damit auch versucht Tomaten und anderes Gemüse für das Dörren vorzubereiten.
Außerdem machen wir ein grünes Tomatenchutney, welches mit wahnsinnig viel Schneidearbeit verbunden ist. Mit diesem Helfer ging uns die Arbeit wirklich viel schneller von der Hand. Ohne hätten wir sicher noch 2-3 Stunden länger gebraucht.
Für das grobe Zerkleinern von Gemüse und Früchten benutze ich am liebsten den Thermomix. Er hilft uns z.B. dabei Äpfel für das Pressen von Apfelsaft vorzubereiten oder Marmelade zu kochen. Einfacher geht es fast nicht mehr, wenn auch das Küchengerät auch noch das Kochen übernimmt. Zum Einsatz kommt das gute Stück deshalb auch für die Herstellung von Nussmilch, Tofu, Pasten, Ajvar, Hummus, Joghurt, Gemüsebrühe etc.
Letztes Jahr haben wir darin auch unsere Tomatensauce gekocht. Dieses Jahr steigen wir dafür aber auf unseren Einkochautomaten und unseren größten Topf um, weil uns die 2 Liter Fassungsvermögen des Mixtopfs nicht mehr reichen.
Der Einkochautomat ist der wohl wichtigste Küchenhelfer. Für große Mengen Sauce oder Chutney eignet er sich besser zum Kochen als unsere relativ kleinen Kochtöpfe, da wir große Mengen verarbeiten wollen um nicht alles mehrfach machen zu müssen.
Außerdem hilft er uns natürlich beim Einwecken unseres Einkochguts, wodurch er für uns unersetzlich ist.
Über unseren Dörrautomat habe ich schon viel geschrieben. Der Vollständigkeit halber erwähne ich ihn aber noch einmal. Ob zum Nachtrocknen von Trockenbohnen, Dörren von Kräutern, Gemüse, Pilzen oder Obst oder um Teig gehen zu lassen. Der Dörrautomat hat in unserem Haushalt einen festen Platz eingenommen und ich möchte ihn nicht mehr missen.
Wir bauen zusätzlich zu dem "Standardgemüse" auch noch Pseudogetreide wie Mais und Buchweizen an. Um diese sinnvoll verarbeiten zu können, benutzen wir eine alte Getreidemühle. Das Mehl wird anschließend ggf. noch gesiebt. Ohne die Mühle wäre es viel schwerer diese Produkte auf eine Art zu verarbeiten, die für uns bequem ist. In der Anschaffung ist so etwas allerdings sehr teuer und muss gut überlegt sein. Kleinere Mengen können auch schnell und zuverlässig im Thermomix gemahlen werden. Wir haben allerdings festgestellt, dass es nicht immer gut ist mit der hohen Schlagkraft des Thermomix zu arbeiten. Die bitteren Hüllen des Buchweizen werden im Mixtopf zerschlagen und können nicht mehr separiert werden.
Aber auch die "kleinen" Dinge sind manchmal Gold wert. Z.B. bin ich total von meinen Silikonküchenhandschuhen begeistert. Diese halten sehr hohe Temperaturen ab und erlauben einem sogar in kochendes Wasser zu greifen, ohne sich (direkt) zu verbrennen. Sie sind dabei dünn genug um auch relativ kleine Gegenstände noch zielsicher greifen zu können.
Mein Weckglas-Heber hat nur ein paar Euros gekostet, war aber jeden Cent wert. Das Heben von heißen Gläsern aus dem Einkochautomaten oder aus dem Wasserbad vom Sterilisieren wird dadurch viel leichter.
Dienstag, 25. September 2018
Gartenrundgang August 2018
Es ist September und damit Zeit für den Gartenrundgang im August :)
Obwohl es nun schon Spätsommer bzw. Herbst ist, ist das Wetter unverändert schön. Es hat einige Male ordentlich geregnet und die Temperaturen sind nun endlich relativ konstant bei 20 Grad.
Unser Garten hat deutlich aufgeatmet und beschert uns grade für viele Dinge eine zweite Ernte.
Ich hatte in den vergangenen Posts immer wieder betont, dass wir uns über unsere Ernte nicht beschweren können und es wirklich gut läuft. Durch den Regen und die günstigen Temperaturen läuft es jetzt sogar noch besser!
Besonders den Paprika kann man nun ansehen, dass ihnen das Wetter so viel besser gefällt und auch die Auberginen bringen täglich neue Blüten / Früchte hervor. Sogar die Tomaten scheinen jetzt wieder größere Früchte zu produzieren und das Auftreten von Blütenendfäule reduziert sich langsam.
Erstaunlich ist, dass die von mir regelmäßig ausgesäten Karottensamen im Boden die "bessere" Zeit abgewartet haben und nun fleißig keimen. Leider genauso wie das Unkraut. Während der Dürre im Juni / Juli hatten wir keine Probleme damit. Jetzt erholt sich die Erde sichtlich und bereitet uns entsprechend mehr Arbeit. Da das Einkochen nun langsam reduziert werden kann, ist das aber nicht schlimm.
Noch habe ich keinen genauen Überblick über unsere Vorräte, aber bin sehr zuversichtlich, dass wir auch diesen Winter nichts zukaufen müssen.
Sobald wir etwas Zeit haben, werden wir eine Erdmiete anlegen müssen, denn die Rote Beete beginnt zu verholzen und auch die Kartoffeln müssen untergebracht werden. Wie man sieht, haben wir einige schöne Exemplare ernten können, obwohl die Pflanzen massiv unter der Hitze leiden mussten.
Eine Nachwehe der Hitze ist wohl auch, dass die Kopfbildung bei fast all unseren Kohlpflanzen ausgeblieben ist. Das ist aber halb so wild, denn unsere Hühner sind verrückt nach Kohl und bekommen hin und wieder eine Pflanze in ihre Voliere gehängt.
Im August konnten wir täglich ein kleines Himbeerdessert genießen, denn unsere Sträucher haben uns fast eine durchgängige Ernte bereitet. Die Himbeeren, die nicht mehr ganz so schön waren oder auf die wir keinen Hunger mehr hatten, haben wir mit den Hühnern geteilt. Neben Gurken und Tomaten sind Beeren ihre Leibgerichte und es macht uns wahnsinnigen Spaß sie damit ein bisschen zu verwöhnen. Außerdem schafft es natürlich Anreize für unsere kleinen "Dressurversuche".
Um ihnen ihre natürliche Scheu etwas abzugewöhnen und sie besser leiten zu können, bemühen wir uns besonders um die Gunst des Hahns. Auch wenn er für gewöhnlich ein wahnsinnig ruhiges Tier ist und wir manchmal das Gefühl haben, dass er in seiner "Führungsrolle" nicht wirklich aufgeht, wenn es darauf ankommt, tut er genau das was man von einem Hahn erwartet.
Mittlerweile hat sich die Hierarchie in der Gruppe gefestigt und es kristallisiert sich heraus, wer mit wem am besten kann. Meistens gehen die Hennen zu zweit oder gemeinsam mit ihrem Hahn auf Streifzug durch ihr Gehege bzw. Freilauf.
Wenn der Hahn Gefahr wittert oder etwas leckeres zu Fressen findet, ruft er seine Hennen mit bestimmten Lauten zu sich oder animiert sie sich "in Sicherheit" zu bringen. Dann stürmen die Hennen regelrecht zu ihm oder unter einen Unterstand.
Auch in neuen und damit potentiell gefährlichen Situationen stellt er sich schützend vor seine Hennen und versucht einzuschätzen was zu tun ist. Er sucht seine Hennen sogar aktiv, wenn sie ihre Gruppe rufen, weil sie z.B. durch eine Gefahr oder Unachtsamkeit getrennt wurden.
Diese Verhaltensweisen sind nicht nur extrem spannend zu beobachten sondern helfen uns auch. Durch unsere Vertrautheit mit den Tieren haben wir die Möglichkeit sie regelmäßig zu "untersuchen" und Veränderungen schnell zu bemerken. Außerdem ist es wichtig, dass uns unser Hahn nicht als Bedrohung wahrnimmt. Eine gängige Frage lautet nämlich, wie häufig wir uns gegen ihn zu Wehr setzten müssen. Gar nicht :)
Obwohl es nun schon Spätsommer bzw. Herbst ist, ist das Wetter unverändert schön. Es hat einige Male ordentlich geregnet und die Temperaturen sind nun endlich relativ konstant bei 20 Grad.
Unser Garten hat deutlich aufgeatmet und beschert uns grade für viele Dinge eine zweite Ernte.
Ich hatte in den vergangenen Posts immer wieder betont, dass wir uns über unsere Ernte nicht beschweren können und es wirklich gut läuft. Durch den Regen und die günstigen Temperaturen läuft es jetzt sogar noch besser!
Besonders den Paprika kann man nun ansehen, dass ihnen das Wetter so viel besser gefällt und auch die Auberginen bringen täglich neue Blüten / Früchte hervor. Sogar die Tomaten scheinen jetzt wieder größere Früchte zu produzieren und das Auftreten von Blütenendfäule reduziert sich langsam.
Erstaunlich ist, dass die von mir regelmäßig ausgesäten Karottensamen im Boden die "bessere" Zeit abgewartet haben und nun fleißig keimen. Leider genauso wie das Unkraut. Während der Dürre im Juni / Juli hatten wir keine Probleme damit. Jetzt erholt sich die Erde sichtlich und bereitet uns entsprechend mehr Arbeit. Da das Einkochen nun langsam reduziert werden kann, ist das aber nicht schlimm.
Noch habe ich keinen genauen Überblick über unsere Vorräte, aber bin sehr zuversichtlich, dass wir auch diesen Winter nichts zukaufen müssen.
Sobald wir etwas Zeit haben, werden wir eine Erdmiete anlegen müssen, denn die Rote Beete beginnt zu verholzen und auch die Kartoffeln müssen untergebracht werden. Wie man sieht, haben wir einige schöne Exemplare ernten können, obwohl die Pflanzen massiv unter der Hitze leiden mussten.
Eine Nachwehe der Hitze ist wohl auch, dass die Kopfbildung bei fast all unseren Kohlpflanzen ausgeblieben ist. Das ist aber halb so wild, denn unsere Hühner sind verrückt nach Kohl und bekommen hin und wieder eine Pflanze in ihre Voliere gehängt.
Im August konnten wir täglich ein kleines Himbeerdessert genießen, denn unsere Sträucher haben uns fast eine durchgängige Ernte bereitet. Die Himbeeren, die nicht mehr ganz so schön waren oder auf die wir keinen Hunger mehr hatten, haben wir mit den Hühnern geteilt. Neben Gurken und Tomaten sind Beeren ihre Leibgerichte und es macht uns wahnsinnigen Spaß sie damit ein bisschen zu verwöhnen. Außerdem schafft es natürlich Anreize für unsere kleinen "Dressurversuche".
Um ihnen ihre natürliche Scheu etwas abzugewöhnen und sie besser leiten zu können, bemühen wir uns besonders um die Gunst des Hahns. Auch wenn er für gewöhnlich ein wahnsinnig ruhiges Tier ist und wir manchmal das Gefühl haben, dass er in seiner "Führungsrolle" nicht wirklich aufgeht, wenn es darauf ankommt, tut er genau das was man von einem Hahn erwartet.
Mittlerweile hat sich die Hierarchie in der Gruppe gefestigt und es kristallisiert sich heraus, wer mit wem am besten kann. Meistens gehen die Hennen zu zweit oder gemeinsam mit ihrem Hahn auf Streifzug durch ihr Gehege bzw. Freilauf.
Wenn der Hahn Gefahr wittert oder etwas leckeres zu Fressen findet, ruft er seine Hennen mit bestimmten Lauten zu sich oder animiert sie sich "in Sicherheit" zu bringen. Dann stürmen die Hennen regelrecht zu ihm oder unter einen Unterstand.
Auch in neuen und damit potentiell gefährlichen Situationen stellt er sich schützend vor seine Hennen und versucht einzuschätzen was zu tun ist. Er sucht seine Hennen sogar aktiv, wenn sie ihre Gruppe rufen, weil sie z.B. durch eine Gefahr oder Unachtsamkeit getrennt wurden.
Diese Verhaltensweisen sind nicht nur extrem spannend zu beobachten sondern helfen uns auch. Durch unsere Vertrautheit mit den Tieren haben wir die Möglichkeit sie regelmäßig zu "untersuchen" und Veränderungen schnell zu bemerken. Außerdem ist es wichtig, dass uns unser Hahn nicht als Bedrohung wahrnimmt. Eine gängige Frage lautet nämlich, wie häufig wir uns gegen ihn zu Wehr setzten müssen. Gar nicht :)
Dienstag, 28. August 2018
Bohnen, Bohnen, Bohnen Teil 2
Bohnen sind wahnsinnig vielfältig und wahre Alleskönner im
Selbstversorgergarten. Im Supermarkt und auf dem Markt sind aber meistens, und
besonders in Deutschland, nur wenige Sorten zu finden. Obwohl die Auswahl an
Trockenbohnen in vielen Biosupermärkten schon ganz passabel ist und das Angebot
sicher die Nachfrage widerspiegelt, ist es immer befriedigender Produkte aus
dem eigenen Garten zu essen. Häufig werden die angebotenen grünen Bohnen im
Nahen Osten angebaut und müssen dann erst nach Deutschland transportiert
werden. Auch wenn man Produkte mit Biosiegel kauft ist es doch eine
Gewissensfrage, ob man die Transportwege und die damit erzeugte
Umweltverschmutzung als gerechtfertigt ansieht.
Zwischen die Bohnenreihen könnte man noch Blumen zur verbesserten Bestäubung oder Kräuter für eine effiziente Platznutzung setzen. Wir werden zur Bedeckung des Bodens und für die Unkrautunterdrückung Kapuzinerkresse setzen. Alternativ eignen sich aber auch Planen oder Karton, damit dieser schlecht zu erreichende Ort nicht komplett überwuchert.
Wahrscheinlich werden wir nicht gegen die Masse an Bohnen
anessen können. Deshalb werden wir natürlich einige weggeben. Viele der von mir
gewählten Sorten sind außerdem zur Samenernte gedacht und deshalb erst ab
September reif. Um eine gute Streuung der Ernte zu erzielen werden die
Aussaaten der Bohnen auf drei Monate aufgeteilt. Im April werden
die ersten widerstandsfähigen Sorten, hauptsächlich Buschbohnen, gelegt. Ein Großteil
folgt vorgezogen oder als Direktsaat Mitte Mai und im Juni werden noch letzte
schnellwachsende Buschbohnensorten gelegt, die dann bis in den Spätherbst
hinein frische Bohnenstangen produzieren.
Wie in meinem anderen Bohnenpost beschrieben unterscheidet
man z.B. Buch- und Stangenbohnen. Das spiegelt sich dann in der Kultur wieder.
Buschbohnen kommen ohne Stütze aus, für Stangenbohnen sollte man ein solides
Gerüst bereitstellen. Wir haben dieses Jahr einige 270 cm lange Bambusstangen
gekauft um der Größe der Stangenbohnen gerecht zu werden und folgendes Gerüst
daraus gebaut:
Zwischen die Bohnenreihen könnte man noch Blumen zur verbesserten Bestäubung oder Kräuter für eine effiziente Platznutzung setzen. Wir werden zur Bedeckung des Bodens und für die Unkrautunterdrückung Kapuzinerkresse setzen. Alternativ eignen sich aber auch Planen oder Karton, damit dieser schlecht zu erreichende Ort nicht komplett überwuchert.
Bohnen keimen in der Regel sehr schnell und können deshalb
gut direkt in die Erde gelegt werden. In diesen frühen Stadien sind allerdings
Schnecken und manchmal auch Vögel wichtige Fressfeinde. Bei Bohnen, von denen
ich ausreichend Saatgut besitze lege ich deshalb einfach etwas dichter, z.B. alle
3-5 cm bei Buschbohnen. Wenn dann einige Pflanzen fehlen ist es auch nicht mehr
so schlimm.
Die sehr besonderen Sorten, solche von denen ich nur wenige
Samen besitze oder die besondere Ansprüche an ihre Umgebung stellen, ziehe ich
in Erdpresstöpfen vor. Dann kann ich sie stärker kontrollieren und
sicherstellen, dass ich ggf. noch ein paar Extrapflanzen habe, wenn mir einige
abgefressen werden.
Haltbar gemacht werden die grünen Bohnen bei uns z.B. durch
saures Einlegen, Einfrieren und Einwecken. Das Einwecken hat letztes Jahr nur
bedingt funktioniert, weshalb ich nur einige weniger Gläser machen möchte, um
nicht zu viel zu verlieren.
Die Trockenbohnen werden nachdem sie ordentlich
nachgetrocknet sind auf Speisebohnenkäferbefall geprüft. Der hält sich
hoffentlich dieses Jahr in Grenzen. Die gesamte Ernte wird trotzdem für einige Tage eingefroren, um unser Saatgut für nächstes Jahr zu schützen und anschließend wieder trocken und
luftdicht gelagert.
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